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Bibliographische Angaben zur Publikation

Reha-Abbrüche bei unterschiedlichen beruflichen Bildungsmaßnahmen: Eine vergleichende Betrachtung

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Rennert, Dirk; Slesina, Wolfgang


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 204-206, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Die von der Deutschen Rentenversicherung geförderte Evaluationsstudie über berufliche Bildungsmaßnahmen für Rehabilitanden nach § 33 Absatz 2 SGB IX bezog Maßnahmen der außerbetrieblichen Umschulung in Berufsförderungswerken, der innerbetrieblichen Umschulung nach dem dualen System sowie neun- bis zehnmonatige berufliche Qualifizierungsmaßnahmen ein. Für jede der Maßnahmen wurde ein separates Modell zur Prognose des Maßnahmeabbruchs anhand von Merkmalen, die schon zu Beginn der Rehabilitation erfasst wurden, berechnet. In dem Beitrag informieren Rennert und Slesina über die drei Prognosemodelle und stellt sie gegenüber.

An der T1-Befragung zu Reha-Beginn beteiligten sich 340 Rehabilitanden der außerbetrieblichen Umschulung, 352 Rehabilitanden der innerbetrieblichen Umschulung und 276 Rehabilitanden der Anpassungsqualifizierung. Das vorzeitige Ausscheiden aus der Maßnahme wurde mittels multipler logistischer Regressionsanalysen anhand der T1-Rehabilitandenmerkmale prädiziert.

In der außerbetrieblichen Umschulung betrug die Abbrecherquote 16,6 Prozent, in der innerbetrieblichen Umschulung 15,1 Prozent und 17,8 Prozent in der Anpassungsqualifizierung. Als häufigste Ursache werden gesundheitliche Gründe gefolgt von persönlichen Gründen angegeben. In allen drei Modellen spielt die Erwerbsbiografie vor Maßnahmebeginn zur Prognose des Reha-Abbruchs eine wichtige Rolle. In den beiden Umschulungsformen erweisen sich die selbsteingeschätzten gesundheitlichen Beschwerden als relevante Prädikatoren. Außerdem erwiesen sich in der außerbetrieblichen Umschulung und in der Anpassungsqualifizierung der Grad der Behinderung und die selbsteingeschätzte Kontaktfähigkeit als wichtige Prädikatoren.

Der Vergleich zeigt, dass Rehabilitationsmerkmale, die zu Beginn der Umschulung erfasst wurden, geeignet sind, das vorzeitige Ausscheiden aus beruflichen Reha-Maßnahmen zu prognostizieren. Zudem gibt es maßnahmenspezifische Prognosemerkmale. Allerdings rangiert die Prognosegüte aller Modelle zum Teil deutlich unter denen der Prognosemodellen für den Erwerbsstatus ein Jahr nach Maßnahmenende. Dies habe sowohl statistische als auch theoretische Ursachen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X18


Informationsstand: 23.04.2009

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