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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsorientierte Rehabilitation berufshomogener Gruppen an Rehabilitationskliniken am Beispiel des RehaBau-Programms für Bauhandwerker

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Horbach, Gudrun; Philipp, Jürgen


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 195-197, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Rehabilitationsmaßnahmen zum Erhalt der Erwerbstätigkeit werden vor dem Hintergrund einer älter werdenden Arbeitsbevölkerung immer wichtiger. Bauhandwerker zählen zu den Beschäftigten mit hohen Erkrankungshäufigkeiten, da ihre Tätigkeit durch besonders schwere körperliche Belastungen gekennzeichnet sind.

Die Rehabilitation richtet sich an den arbeitsrelevanten Beschwerden aus. Deswegen wurde Ende 2004 von der Salzetalklinik in Bad Salzuflen und der Bau-Berufsgenossenschaft Hamburg das RehaBau-Programm etabliert und weiterentwickelt. Die Patienten werden über die DRV Westfalen und den AMD der Bau-Berufsgenossenschaft Dortmund zugewiesen. Horbach und Philipp informieren in dem Artikel über das RehaBau-Programm.

Die berufsorientierten Rehabilitationsmaßnahmen werden in den Wintermonaten angeboten. Dabei werden die Rehabilitanden zu festen Terminen einbestellt und in geschlossenen Gruppen von einem Team aus Krankengymnasten und Sporttherapeuten betreut. Insgesamt wurden acht Gruppen durchgeführt.

Zu dem üblichen Behandlungsprogramm werden spezielle berufsorientierte Trainingsangebote angeboten. Dafür steht unter anderem eine Übungsbaustelle zur Verfügung. Zu Beginn und am Ende des dreiwöchigen Programms werden Videoaufzeichnungen auf der Übungsbaustelle gemacht und die Bewegungsmuster in der Gruppe besprochen.

Das Programm wurde bislang von 106 Arbeitern durchlaufen. 84,1 Prozent gaben an, dass es zu einer Besserung ihrer Beschwerden gekommen war. Außerdem bewerteten alle Teilnehmer das Programm positiv.

Insgesamt habe sich eine hohe Akzeptanz von Seiten der Teilnehmer gezeigt. Dabei erwies sich besonders das videounterstützte Training als edukativ und motivierend. Allerdings ist das Programm sehr aufwendig und benötigt mehr personelle Ressourcen als ein konventionelles Rehabilitationsverfahren.

Nun soll eine weitere Studie klären, ob das Programm zu einer langfristigen Änderung im Vergleich zu einer normalen Rehabilitation führt und ob es zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit und zu einer Reduzierung der Arbeitsunfähigkeitszeiten kommt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X15


Informationsstand: 17.04.2009

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