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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit im 2-Jahresverlauf nach medizinischer Rehabilitation 2004: Neue Ergebnisse aus der Reha-Statistik-Datenbasis

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Buschmann-Steinhage, Rolf; Zollmann, Pia


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 176-179, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Die Analyse der Reha-Statistik-Datenbasis geht der Frage nach welcher Anteil an Menschen die eine Rehabilitationsleistung in Anspruch genommen haben aus dem Erwerbsleben ausscheidet und welcher Anteil wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden kann. Besonders deutliche Unterschiede haben sich hierbei zwischen den ausgewählten Maßnahme- und Verfahrensarten sowie den Diagnosegruppen ergeben. Nur selten wurde bisher der Frage nachgegangen, ob die Beiträge aufgrund von versicherungspflichtiger Beschäftigung, Arbeitslosigkeit oder Kranken- beziehungsweise Übergangsgeld geleistet werden.

Basis dieser deskriptiv-statistischen Analysen bildet die Reha-Statistik-Datenbasis (RSD). Sie umfasst personenbezogene Daten über Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sowie Leistungen zur Teilhabe, über Renten und Beitragszeiten sowie soziodemografische Angaben. Die aktuelle RSD beinhaltet den Zeitraum von 1999 bis 2006. Für die Auswertung wurde das Jahr 2004 verwendet, in dem alle versicherungspflichtigen Rehabilitanden mit medizinischer Rehabilitation bis zwei Jahre nach Ende der Leistung beobachtet wurden. Zudem wurden getrennten Analysen für Männer und Frauen durchgeführt.

Die Ergebnisse des sozialmedizinischen Verlaufs nach medizinischer Rehabilitation sind seit längerem recht stabil. Circa 70 Prozent aller Rehabilitanden bezahlen in den zwei Jahren nach Ende der Leistung lückenlos ihre Beiträge, während nur 14 Prozent unregelmäßig ihre Beiträge leisten. 16 Prozent sind aus dem Erwerbsleben ausgeschieden, davon 12 Prozent in Erwerbsminderungsrente, 4 Prozent in Altersrente. Aus dem Erwerbsleben heraus verstorben ist nur etwa 1 Prozent.

Der Anteil von Rehabilitanden mit unregelmäßigen Beitragszahlungen bei den Entwöhnungsbehandlungen ist besonders zu berücksichtigen. Diese Rehabilitanden gehen jedoch zu einem geringeren Anteil in die Erwerbsminderungs- oder Altersrente als Rehabilitanden anderer Verfahrensarten. Mit 41 Jahren sind sie zudem deutlich jünger als Rehabilitanden mit Krebserkrankungen, die zu einem höheren Prozentsatz aus dem Erwerbsleben ausscheiden und durchschnittlich 50 Jahre alt sind.

In Bezug auf die Beschäftigung, Arbeitsunfähigkeit und die Arbeitslosigkeit konnte man für das Jahr 2004 feststellen, dass von 24 Betragsmonaten 20,3 verbucht wurden, 3,7 gingen durch das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben verloren. Der größte Anteil der erzielten Beitragsmonate resultiert aus versicherungspflichtiger Beschäftigung. Es folgen die Einnahmen aufgrund von Arbeitslosigkeit mit 4,7 Monaten und nur 2,0 Monate kommen aus Arbeitsunfähigkeit.

Während die meisten Beitragsmonate aufgrund von Beschäftigung im Allgemeinen Antragsverfahren geleistet werden, erzielen die Entwöhnungsbehandlungen die geringsten Beitragsmonate. Dort werden sogar mehr Beiträge aufgrund von Arbeitslosigkeit als in Beschäftigung eingenommen. Rehabilitanden des Ca-Verfahrens scheiden oft aus dem Erwerbsleben aus, daher ist die Zahl der Monatsbeiträge verhältnismäßig gering. Das AHB-Verfahren erzielt vergleichsweise viele Beitragsmonate aus dem Kranken- oder Übergangsgeld.

Bei den somatischen Diagnosegruppen variiert die Anzahl der Beitragsmonate zwischen 11,6 bei Neubildungen und 17,2 Monaten bei Hauterkrankungen. Bei Muskel-, Skelett- und Bindegewebserkankungen kommen rund 15,1 Monate aus versicherungspflichtiger Beschäftigung.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es kaum. Zwar erreichen Frauen etwas mehr Beitragsmonate aus Beschäftigung als Männer, dafür liegt die Anzahl der Monate wegen Kranken- oder Übergangsgeldbezug und wegen Arbeitslosigkeit niedriger. Der größte Unterschied zwischen Männern und Frauen liegt in der jüngsten Altersgruppe bis 29 Jahre. Hier ist die Differenz der Beitragsmonate aufgrund von Beschäftigung zwei Monate zugunsten der Frauen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Aussagen über die Rückkehr in eine Beschäftigung, über die Zeiten von Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit für die Rentenversicherung besonders wichtig sind.. So können Hinweise auf unterscheidlihce Probleme von verscheidenen Rehabilitandengruppen gefunden werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV3358X10


Informationsstand: 17.04.2009

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