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Bibliographische Angaben zur Publikation

DGUV Jahrbuch 2007/2008: Aus Verantwortung für morgen


Sammelwerk / Reihe:

DGUV Jahrbuch


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2008, 80 Seiten


Jahr:

2008



Abstract:


Das Jahrbuch 2007/2008 ist das erste Jahrbuch der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Mit der Fusion der ehemaligen Spitzenverbände von gewerblichen und öffentlichen Unfallversicherungsträgern beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte der gesetzlichen Unfallversicherung und soll sie fit für die Zukunft machen - 'aus Verantwortung für morgen'. Das Jahrbuch zeigt die Vielseitigkeit der gesetzlichen Unfallversicherung, aber auch wie viele Gemeinsamkeiten nun sinnvoll vereint werden können.

Wohin wollen wir? Eine erfolgreiche Veränderung fängt immermit dieser Frage an. Denn wer keine Ziele hat, ist stets ein Getriebener der aktuellen Umstände, ohne strategischen Weitblick oder Sinn für das Ganze. Umgekehrt besitzt derjenige, der sich über seine Ziele im Klaren ist, die Voraussetzung, um sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Wie wichtig diese Erkenntnis ist, zeigt das Beispiel der Reform der gesetzlichen Unfallversicherung. Als Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten in der Selbstverwaltung haben wir klar unsere Ziele für den politischen Prozess formuliert. Wir stehen zu den Prinzipien, die dieses System erfolgreich machen: Die Einheit von Prävention, Rehabilitation und Entschädigung in öffentlich-rechtlich organisierten Unfallversicherungsträgern sorgt für Verlässlichkeit, Rechtssicherheit, günstige Beiträge und ein hohes Niveau in der Prävention und der Rehabilitation.

Die Freistellung der Arbeitgeber von der Haftung für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sichert den sozialen Frieden. Die nach Branchen gegliederten Träger für die gewerbliche Wirtschaft und die regional aufgestellten Träger für den öffentlichen Sektor garantieren Versicherten- und Praxisnähe. Der finanzielle Anreiz risikogerechter Beiträge fördert die Prävention in den Unternehmen und verhindert damit Unfälle und Erkrankungen am Arbeitsplatz. Es ist ehrlich und gerecht, wenn der, der viele Unfälle verursacht, auch einen entsprechenden Beitrag zahlt. Dieser darf nicht zu hoch sein, da sonst die Akzeptanz verloren geht. Aber auch nicht zu niedrig, da sonst kein Anreiz besteht, Sicherheit und Gesundheit im eigenen Betrieb zu verbessern. Über den Gefahrtarif, Bonus-Malus-Systeme und Prämien sorgen wir hier für die richtige Balance.

Und nicht zuletzt: Eine lebendige und unabhängige Selbstverwaltung richtet die Arbeit der Unfallversicherung an den Bedürfnissen der Praxis aus und sichert damit die Akzeptanz des Systems bei den Versicherten, den Arbeitgebern und den politisch Verantwortlichen.

Diese Prinzipien sind die Grundlage, auf der wir uns an der politischen Debatte über die Zukunft der gesetzlichen Unfallversicherung beteiligen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir uns dem Gespräch über Veränderungen verschließen. 'Wer will, dass alles so bleibt, wie es ist, will nicht, dass es bleibt' hat der Dichter Erich Fried einmal gesagt. Und er hat Recht damit. Wir suchen daher den Dialog - mit konstruktiven Vorschlägen, wie wir aktuelle Probleme beseitigen können, aber auch mit Warnungen, wenn politische Konzepte die Grundlagen des Systems und seines Erfolgs bedrohen.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Homepage: https://www.dguv.de/de/mediencenter/publikation/index.jsp

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3351x01


Informationsstand: 28.04.2015

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