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Bibliographische Angaben zur Publikation

VAmBs - Talente mit Zukunft


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2009, 20 Seiten: PDF


Jahr:

2009



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Abstract:


Vielfältig sind die Möglichkeiten, den Erfolg eines Modellversuchs in der beruflichen Rehabilitation zu ermitteln. Dokumente werden analysiert, Fragebögen versandt, Beobachtungen vorgenommen. Daraus lassen sich je spezifische Erkenntnisse ziehen: zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.

Allein - es ermangelt dann noch der individuellen Sicht durch die Betroffenen selbst. Sie zu befragen, ist kein Akt der Höflichkeit, sondern Gebot der Stunde: Das IX. Buch des Sozialgesetzbuches fordert größtmögliche Beteiligung der Leistungsberechtigten an Planung, Gestaltung und Auswertung der ihnen gebotenen Leistungen. Sie direkt und persönlich nach der Qualität zu befragen, ist gleichsam ein 'Muss'!

Wenn Menschen zu sich selbst interviewt werden, antworten sie notwendigerweise aus ihrem subjektiven Blickwinkel. Aber die geschilderten, oft sehr persönlich gehaltenen Erfahrungen und Einschätzungen bieten ein willkommenes Gegengewicht zu den Versachlichungen, die zwangsweise durch empirische Untersuchungen, strikt orientiert an den wissenschaftlichen Kriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität, herbeigeführt werden. Und sie liefern ein konkretes Bild von den Jugendlichen, um die es in der beruflichen Rehabilitation geht. Nicht als Objekte pädagogischen Handelns, sondern als Akteure und Akteurinnen im Lerngeschehen sind sie zu verstehen.

Dass allerdings auch die nachfolgenden Interviews mit Jugendlichen aus Berufsbildungswerken, die an der verzahnten Ausbildung teilgenommen haben, zu einem gewissen Grad den Gütekriterien der empirischen Sozialforschung genügen müssen, liegt auf der Hand. Insofern mag es Einschränkungen beim Kriterium der Objektivität geben, andererseits lassen sich die Interviews auch als Korrektiv zur Sichtweise der vielfach befragten Mitarbeiter der Leistungserbringer nutzen. Und nicht zuletzt bieten sie einen ungeschminkten Blick auf die Realität, in der die Jugendlichen aufgewachsen sind und in der sie sich zurechtfinden müssen.

Der Beitrag, den ein Berufsbildungswerk nicht nur zur Qualifizierung und Job-Findung, sondern auch zur Persönlichkeitsentwicklung leistet, lässt sich an den in dieser Broschüre vorgestellten Interviews plastischer und eindrucksvoller ermessen als an anonymen schriftlichen Erhebungen.

Nicht zuletzt ist es auch spannend zu lesen, wie diejenigen die immer als 'Mensch im Mittelpunkt der beruflichen Rehabilitation' stehen sollten, ihre Rolle selbst empfinden. Wer die Menschen nicht erreicht: dessen Konzept steht auf tönernen Füßen! Auch insofern sind die vorliegenden Interviews Prüfsteine der verdienstvollen Arbeit der Berufsbildungswerke. Und schließlich wird mit den Interviews die wichtigste journalistische Grundregel eingelöst: 'Menschen fesseln immer'.

[Aus: Vorwort]

Aus dem Inhalt:

1) VAmB - Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken

2) Werdegang und Erfahrungsberichte von Jugendlichen in der Ausbildung mit Betrieben:
- Karina T. hat bereits eine Friseurlehre abgebrochen und bekam am Kolping BBW Essen mit der Ausbildung zur Verkäuferin in Kooperation mit Galeria Kaufhof ihre zweite Chance.
- Durch seine Erkrankung ist Julian S. extrem langsam. In seinem Kooperationsbetrieb ist er voll integriert. Hier findet er Rücksichtnahme und Ansporn, seine Aufgaben zu bewältigen.
- Im Gartenbaubetrieb wird Pierre S. ernst genommen und gefordert. Dadurch lassen sich Lernschwierigkeiten leichter überwinden.
- Julian Z. steuert den Abschluss als Fachlagerist nach zweijähriger Ausbildung an. Im Betrieb hat er gelernt, worauf es ankommt.
- Manuela H. hat durch ihren Praxisbetrieb ihr Selbstvertrauen zurück gewonnen.
- Die Gastronomiebranche fordert Robert P. eine hohe Belastbarkeit ab, die ihn täglich während seines Praxiseinsatzes auf die Probe stellt.
- Christian R. hat trotz seiner starken Sehbehinderung seinen Traumberuf gefunden. Vorurteilen zum Trotz absolviert er nun einen Teil seiner Ausbildung in einem Hotel.
- Angespornt durch die guten Erfahrungen in ihrem Kooperationsbetrieb Dorint Hotel will es Christin W. bis zur Hauswirtschaftsmeisterin bringen.
- Maik M. hat sich durch den Praxiseinsatz auch in der Schule verbessern können. Er ist heute Klassenbester im Fach Mathematik am BBW.
- Der Kontakt mit Kunden hat Denis G. Selbstbewusstsein verliehen. Beratungsgespräche sind schon lange keine Hürde mehr für ihn.

3) Rückblick eines Jugendlichen nach erfolgreicher Abschlussprüfung und Integration in den Betrieb: Benjamin D. hat es geschafft. Inzwischen arbeitet er seit zwei Jahren als Verkäufer in einem REWE-Markt.

4) Ausblick zur dauerhaften Implementation der verzahnten Ausbildung an Berufsbildungswerken. Ein Interview mit Otto Bachmeier,
Förderwerk St. Elisabeth Augsburg.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Verzahnte Ausbildung Metro Berufsbildungswerke (V.A.M.B) | REHADAT-Forschung
Folgeprojekt Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB) | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW)
Homepage: https://www.bagbbw.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3170


Informationsstand: 15.07.2010

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