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Bibliographische Angaben zur Publikation

Schwerhörigkeit und Sprachkommunikation am Arbeitsplatz


Sammelwerk / Reihe:

Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Band Fb 1041


Autor/in:

Bormann, Volker; Sust, Charlotte A.; Heinecke-Schmitt, Regina [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)


Quelle:

Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, 2005, 1. Auflage, 312 Seiten, ISBN: 3-86509-293-4; 978-3-86509-293-9


Jahr:

2005



Link(s):


Link zu dem Abschlussbericht (PDF | 5,41 MB)


Abstract:


Projektnummer: F 1697

Teil 1: Modelle zur Vorhersage der Sprachverständigung
Die Verständlichkeit von Sprache ist in der Arbeitsumgebung ein wesentlicher ergonomischer Faktor. Insbesondere unter Bedingungen von Hintergrundgeräuschen unterschiedlicher Struktur (Pegel, Zeit- und Frequenzstruktur), Nachhall und bestehenden Hörbeeinträchtigungen kann die Sprachverständlichkeit erheblich vermindert sein.

Neben damit verbundenem psycho-physischem Unbehagen und eingeschränkter Arbeitsleistung besteht gleichfalls ein erhöhtes Unfallrisiko aufgrund nicht oder falsch verstandener Warnsignale. Zur Vorhersage beziehungsweise Abschätzung einer zu erwartenden Sprachverständlichkeit unter den genannten Bedingungen unterschiedlicher Qualität oder Quantität zeigt die Literatur des zurückliegenden Drei-Viertel-Jahrhunderts eine Vielzahl von Berechnungsmodellen und ihrer Modifikationen.

Eine Zusammenfassung der gebräuchlichsten Modelle zur Vorhersage der Sprachverständlichkeit und eine Bewertung hinsichtlich ihrer Eignung bei unterschiedlichen Arten von Hörbeeinträchtigungen und akustischen Umgebungseinflüssen war das Ziel der Studie.

Beispiele zur Berechnung ausgewählter Modelle unter angenommenen Bedingungen von Hörbeeinträchtigungen, spektralen Hintergrundgeräuschpegeln und weiteren akustischen Bedingungen unterstützen die Verifizierung der analysierten Modelle.

Teil 2: Folgen von Schwerhörigkeit und Gehörschutz auf soziale und sprachliche Interaktion
Einschränkungen der Kommunikation sind neben psychosozialen Faktoren auch durch akustischen Bedingungen gegeben: Schwerhörigkeit und Gehörschutz, die aufgrund der teilweise ähnlichen Folgen Gegenstand dieser Bestandsaufnahme sind.

Dabei wird von einem Überblick über Ursachen der Schwerhörigkeit ausgegangen - hier insbesondere lärminduzierte Innenohrschäden, die ggf. durch Presbyakusis verschärft werden.

Eine Auswahl von Ermittlungsverfahren - Ton- und Sprachaudiometrie - werden vorgestellt.

Die Verbreitung sowie Maßnahmen zur Reduzierung lärminduzierter Schwerhörigkeit werden kurz aufgeführt.

Im Detail werden die Folgen der Schwerhörigkeit betrachtet. Dazu zählt der mehr oder weniger geeignete Umgang mit der Schwerhörigkeit durch die Betroffenen selber, die Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit, auf das Verhalten, auf die Kommunikation, die Interaktionsfähigkeit sowie die allgemeine und psychische Gesundheit. Darüber hinaus werden einige bedeutsame Einflussfaktoren auf die Sprachverständlichkeit - wie Geräusche, Nachhall, Richtungshören - vorgestellt.

Schwerhörige benötigen ein um 5 bis 20 dB niedrigeren Geräuschpegel, um sich wie Normalhörende verständigen zu können. Aufgrund der ähnlichen Problemlage werden die Auswirkungen von Gehörschutz auf Sprachverständlichkeit und die Wahrnehmung akustischer Signale diskutiert.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachverlag NW im Carl Schünemann Verlag
Homepage: https://www.schuenemann-verlag.de/fachverlag-nw/verlag/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3111


Informationsstand: 05.08.2008

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