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Bibliographische Angaben zur Publikation

Europäisches Konzept für Zugänglichkeit - ECA

Handbuch



Autor/in:

Aragall, Francesc


Herausgeber/in:

Europäisches Institut Design für Alle in Deutschland e.V. (EDAD); Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin (FDST)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2003, 100 Seiten: PDF, ISBN: 2-919931-24-5 (englischsprachig)


Jahr:

2003



Link(s):


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Abstract:


EINLEITUNG
Das Europäische Konzept Zugänglichkeit (ECA) von 1996 war das Ergebnis einer Anfrage der Europäischen Kommission von 1987. Die Grundlage des Konzepts sind die allgemeinen Grundsätze für Universelles Design. Diese Grundsätze gelten für das Design von Gebäuden, von Infrastruktur und von Konsumprodukten.

1. Das Ziel ist eine Umwelt, die bequem, sicher und angenehm von jedem, einschließlich von Menschen mit Behinderungen, genutzt werden kann.

2. Die allgemeinen Grundsätze für Universelles Design lehnen eine Einteilung der Bevölkerung in nichtbehinderte und behinderte Menschen ab.

3. Universelles Design schließt zusätzliche Vorkehrungen ein, wo diese angebracht sind.

Diese Erklärung wurde von allen Mitgliedern der Steuerungsgruppe/ Lenkungsgruppe in Doorn, Niederlande, am 2. März 1996 unterstützt. In der vorliegenden Ausgabe von 2003 werden darüber hinaus die sozialen Begründungen dafür entwickelt, weshalb die Umwelten für Alle gestaltet werden muss. Es wird aufgezeigt, welche Vorteile Europa dadurch erzielen kann. Das Internet als weit verbreitetes Medium ermöglicht uns, die Inhalte des ECA mittels unserer Website www.eca.lu ständig zu erweitern und zu aktualisieren.

AN WEN WENDET SICH DAS EUROPÄISCHE KONZEPT FÜR ZUGÄNGLICHKEIT UND NUTZBARKEIT?
Das Design der gebauten Umwelt und ihrer Teilbereiche wird nicht allein durch die Architekten bestimmt. Die meisten von uns beeinflussen - als Politiker, Fachleute, Einwohner oder Unternehmer- die Gestaltung unserer Umwelt. Daher wendet sich diese Veröffentlichung an zwei Zielgruppen.

Auf der einen Seite an alle, die einen Beitrag dazu leisten wollen, unsere Umwelt und ihre Merkmale zu definieren, und die dabei auch die Diversität der Menschen im Auge haben sowie die Schwierigkeiten, die die Gestaltung dieser Räume für die Mehrheit der Bevölkerung mit sich bringen können.

Auf der anderen Seite an alle Fachleute und Politiker, die sich bereits dessen bewusst sind, dass gebaute Umwelt für Alle zugänglich sein soll und welche die europäischen Bemühungen für eine Harmonisierung in diesem Bereich unterstützen möchten.

Durch die enge Verbindung dieser Broschüre mit der ECA-Website können auch alle Experten auf diesem Gebiet laufend hierzu beitragen. So kann das Wissen über dieses Thema erweitert dauerhaft werden.

Das Europäische Konzept für Zugänglichkeit (ECA) ist keine europäische Richtlinie, sondern soll eine Inspirationsquelle für politisches Handeln sein. Es ist keine technische Anleitung, sondern soll Informationen für die Entwicklung von Regeln und Standards bereitstellen.

Das Europäische Konzept für Zugänglichkeit soll eine Brücke zwischen den verschiedenen Bereichen bilden, an denen Spezialisten für bestimmte Themen arbeiten. Es zielt darauf, jedem bewusst zu machen, welche Arbeiten von anderen geleistet werden, und all diese Menschen darin zu bestärken, ihr Expertenwissen zusammenzutragen um so zu einem gemeinsamen Ergebnis zu gelangen. Dieses soll dann ZUGÄNGLICHKEIT FÜR ALLE sein.

WARUM EUROPÄISCH?
Wenn tatsächlich jeder Mensch dieselben Rechte und Pflichten im Hinblick auf Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Lebensqualität hat, dann ist es entscheidend, dass auch jeder gleiche Zugangsmöglichkeiten zu ihnen hat, wie das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 definiert ist. Das Ziel des ECA ist daher, dass in Europa ein breiterer Konsens darüber hergestellt wird, wie die gebaute Umwelt (Gebäude, Straßen usw.) aussehen soll, damit alle Europäer - gleich welcher Kultur sie angehören - überall auf dem Kontinent ein unabhängiges Leben ohne Hindernisse genießen können.

WARUM EIN KONZEPT?
Konzepte werden erstellt, damit wir die Komplexität unserer Gedanken ordnen und ihnen Gestalt geben können. Wir analysieren dazu neue Informationen und vergleichen sie mit denen, die wir bereits kennen. Auf diesem Weg suchen wir nach zusammenhängenden Erklärungen und umfassenderen Wissen. Das Europäische Konzept für Zugänglichkeit ist das Werkzeug, das wir nutzen sollten, um unsere Umwelt zu ordnen und ihr Gestalt zu verleihen, damit sie für alle und jeden geeignet ist. Dafür müssen wir existierende Informationen analysieren und sie mit den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung vergleichen; immer unter Berücksichtigung, dass das gemeinsame Merkmal dieser Bevölkerung die Verschiedenheit ist. Das Europäische Konzept für die Komplexität unserer Zugänglichkeit (ECA) muss also eine grundlegende Richtlinie für die tägliche Arbeit aller Personen und Institutionen werden, die in die Gestaltung unserer Umgebung eingebunden sind, wie Politiker, Unternehmer, Planer oder Handwerker.

Damit ist, wie gesagt, weder Standardisierung noch kulturelle Uniformität gemeint. Die Arbeit mit dem vorliegenden Konzept bedeutet, funktionelle Anforderungen an Zugänglichkeit zu beachten und dabei die unterscheidenden Merkmale jeder Kultur sowie die Gewohnheiten und Bräuche der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu bewahren. Daher ist das ECA keine Zusammenstellung von Maßen oder Materialien sondern eher ein Leitfaden zu dem was Lebensqualität ausmacht. Zusammenfassend sollten Umwelten, die unter Zuhilfenahme des Europäischen Konzepts für Zugänglichkeit gestaltet wurden, die Identität eines Landes und die Gewohnheiten seiner Bevölkerung respektieren, aber auch dem sozialen und technischen Fortschritt entsprechen. In anderen Worten: Die Diversität der Bevölkerung muss ebenso wie der ständige Fortschritt in Qualitätsstandards beachtet werden.

[Gemäß Einleitung]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

ECA - European Concept for Accessibility

Technical Assistance Manual

Abstract:


INTRODUCTION
The European Concept for Accessibility 1996 was the result of a request from the European Commission, made in 1987. The Concept was based on the universal design principles. These principles apply to the design of buildings, infrastructure, building and consumer products.

1. The objective is the provision of environments which are convenient, safe and enjoyable to use by everyone, including people with disabilities.
2. The universal design principles reject the division of the human population into able-bodied and disabled people.
3. Universal design includes supplementary provisions where appropriate.

This statement was supported by all members of the steering group present in Doorn, The Netherlands, 2 March 1996. In this 2003 edition we furthermore develop the social reasons to create environments for all and the improvement that Europe can achieve by doing this. The mainstream use of Internet allows us to constantly enlarge and update the contents through our website: http://www.eca.lu.

TO WHOM THE EUROPEAN CONCEPT FOR ACCESSIBILITY IS ADDRESSED?
The design of the spaces in the built environment is not the responsibility of the architects alone. Most of us as politicians, professionals, citizens or entrepreneurs influence the design of our environment. Therefore this publication is addressed to two groups of people. On the one hand, to all those who are willing to contribute to define the characteristics of our environment bearing in mind the human diversity and the difficulties that these spaces can create to the majority of the population. On the other hand, to all those professionals and politicians who are already aware that the built environment should be accessible for all and are willing to contribute to the European effort of harmonisation in this field.

The close relation between this book and the ECA website will also allow to all the experts in the field to continuously contribute and thus increase the knowledge on this subject. The European Concept for Accessibility (ECA) is NOT a European policy document but it can be a source of inspiration for political action. It is NOT a technical manual, but it can be a source of information for the development of regulations and standards. The European Concept for Accessibility should serve as a bridge linking the different areas where specialists for specific topics do their work. It aims at making everybody aware of the work done by others and to encourage all these people who put their expertise together in order to come to a concerted result, which should then be ACCESSIBILITY FOR ALL.

WHY EUROPEAN?
If it is true, that everybody has the same rights and duties with respect to education, employment, health and quality of life, then it is essential that they also have equal opportunities in terms of accessing them, as it is defined in the United Nations Universal Declaration of Human Rights Declaration from 1948. The aim of the ECA, therefore, is to improve and extend the European consensus on the characteristics which the built environment (buildings, streets, etc.) should have, such that all Europeans, irrespective of cultural differences, may enjoy a life that is independent and free of obstacles, wherever they are in the continent.

WHY A CONCEPT?
We form concepts so as to order and give shape to our thoughts, analysing the information we receive and comparing it with what we already know in the search for a coherent statement that will lead us towards real knowledge. The European Concept for Accessibility is the tool we should use to order and give shape to our environment, so that it becomes suitable for each and every one of its users. In order to do so, we have to analyse existing information and compare it with the real needs of the population, always remembering that the common feature of this population is precisely its diversity.

Thus, the European Concept for Accessibility (ECA) has to be a basic guideline to everyday working to all those people and bodies who are involved in building our environment - like politicians, construction firms, designers, employers. As it has already been pointed out, this does not imply standardisation or cultural uniformity. Working with this concept means respecting the functional requirements of accessibility, maintaining the distinguishing characteristics of each culture and the customs of different population groups.

Therefore, the ECA is not a series of tables of measures and materials, but rather a guide to the features which imply quality of life. In summary: Environments created under the European Concept for Accessibility have to respect a country's identity and the customs of its people, but they also have to respond to social and technological progress. In other words, they have to take into account the diversity of the population and progressive advances in quality standards.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Praxishilfe/Ratgeber / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin (FDST)
Homepage: https://www.fdst.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2945


Informationsstand: 15.07.2005

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