Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen


Sammelwerk / Reihe:

Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Band 49


Autor/in:

Zink, Angela; Minden, Kirsten; List, Sabine M. [u. a.]


Herausgeber/in:

Robert Koch Institut (RKI)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2010, 38 Seiten: PDF, ISBN: 978-3-89606-204-8


Jahr:

2010



Link(s):


Ganzen Text lesen (PDF | 1,15 MB)


Abstract:


Das GBE-Heft 'Entzündlich-rheumatische Krankheiten' stützt sich wesentlich auf Daten der 'rheumatologischen Kerndokumentation', die im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Gesundheit zum Aufbau regionaler Rheumazentren 1993 eingeführt wurde.

Zu den entzündlich-rheumatischen Krankheiten gehören mehr als hundert verschiedene Krankheitsbilder. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich um schwere, chronisch entzündliche Allgemeinerkrankungen handelt, bei denen das Immunsystem körpereigene Stoffe und Strukturen angreift, bevorzugt den Bewegungsapparat. Dies führt zu dauerhaften Schmerzen und oftmals zu einem fortschreitenden Verlust körperlicher Funktionsfähigkeit.

Von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind schätzungsweise insgesamt zwei Prozent der Erwachsenen in Deutschland betroffen. Die wichtigste Einzelerkrankung ist die rheumatoide Arthritis mit einer Häufigkeit von 0,5 bis 0,8 Prozent. Das Erkrankungsrisiko wird durch genetische Faktoren erheblich beeinflusst.

Der wichtigste Umweltfaktor für die Entstehung einer rheumatoiden Arthritis ist das Rauchen. Bei früh einsetzender Behandlung ist bei etwa der Hälfte der Betroffenen ein beschwerdefreier Zustand erreichbar. Daher sollte jede Person mit mehr als sechs Wochen bestehenden Schwellungen in mehr als zwei Gelenken, die nicht durch einen Unfall hervorgerufen sind, ohne Verzug in internistisch-rheumatologische Behandlung überwiesen werden.

Das GBE-Heft enthält neben den Informationen zur Erkrankung auch Angaben zu Krankheitsfolgen, zu Krankheitslast, zur Inanspruchnahme der Versorgungsangebote (ambulant, akutstationär und Rehabilitation) sowie zu Krankheitskosten. Außerdem werden die besonderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Kindesalter erläutert.

Die Juvenile idiopathische Arthritis ist die häufigste im Kindesalter auftretende chronische rheumatische Erkrankung, daran leiden in Deutschland schätzungsweise 15.000 Kinder und Jugendliche.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Inflammatory rheumatic diseases


Abstract:


Inflammatory rheumatic diseases are a heterogeneous group of often chronic immune-mediated disorders. They cause inflammatory reactions in various body tissues and primarily affect the musculoskeletal system, where they lead to joint pain (arthralgia), restricted mobility and, in some cases, irreversible damage and disability.

Internal organs such as the heart and the kidneys can also be affected. This GBE booklet deals with three main forms of inflammatory rheumatic disorders in adults: rheumatoid arthritis (RA), ankylosing spondylitis (AS) and systemic lupus erythematosus (SLE).

It also has a separate section on inflammatory rheumatic diseases of childhood, focusing on the example of juvenile idiopathic arthritis (JIA). Important information on the epidemiology, treatment and consequences of these disease groups is available from the German rheumatic registries ('Rheumatologische Kerndokumentationen”) for adults
and children.

In Germany, an estimated 2% of the adult population and 15,000 children and adolescents suffer from inflammatory rheumatic disorders. An early diagnosis and the timely initiation of treatment are of crucial importance for the further course of these diseases.

In many cases, however, they develop in a chronically progressive manner, even when optimum treatment is given. Many patients suffer severe pain, serious physical impairments, a poor general state of health and reduced quality of life. If the illness continues for a long time, they often become disabled and unable to work and need help to cope with everyday life, in some cases requiring nursing care.

There is a large - and to some extent insufficiently met - need for specialist rheumatology and rehabilitative services. The estimated direct medical cost of inflammatory rheumatic diseases was approximately EUR3.6 billion in 2006. The increase compared to 2002 was primarily due to the growing use of new, highly effective, but expensive drugs.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Robert Koch-Institut (RKI)
Homepage: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV277614


Informationsstand: 27.10.2010

in Literatur blättern