Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Persönliche Budget - Ein Instrument zur Erweiterung der Selbstbestimmungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderung?

Diplomarbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie



Autor/in:

Schmidt, Joachim


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

München: Grin, 2006, 107 Seiten


Jahr:

2006



Link(s):


Weitere Informationen beim GRIN Verlag; dort können Sie die Veröffentlichung kostenpflichtig herunterladen (HTML)


Abstract:


In meiner Arbeit setzte ich mich mit der Frage auseinander, ob das Persönliche Budget tatsächlich die Erwartung erweiterter Selbstbestimmungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung einzulösen vermag. Dabei interpretiere ich diese im Sinne einer Erwartung sich erweiternder Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume im Vergleich zum bisher üblichen Sachleistungsprinzip. Umgekehrt muss aber auch danach gefragt werden, welche neuen Zwänge und Einschränkungen von Entscheidungs- und Gestaltungsspielräumen möglicherweise mit dem Persönlichen Budget verbunden sein könnten. Meine Fragestellung erörtere ich dabei am Beispiel des Bundesmodellprojekts zum Persönlichen Budget in Bielefeld. Weitere bundesdeutsche Modellprojekte beziehe ich nur ganz am Rande mit ein (Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung 2004).

Wegen unterschiedlicher Schwerpunktsetzungen, regionaler Besonderheiten und jeweils spezifischer Umsetzungsregelungen würde durch deren Einbeziehung schnell ein Grad an Komplexität erreicht, der im Rahmen meiner Arbeit auf Kosten der Bearbeitung der eigentlichen Fragestellung gehen würde. Ähnliches gilt für die Einbeziehung von Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget in europäischen Nachbarländern wie den Niederlanden, Großbritannien und Schweden, wo im Unterschied zu Deutschland bereits seit vielen Jahren das Persönliche Budget umgesetzt wird.

Da sich diese Modelle des Persönlichen Budgets selbst und die diesen zugrunde liegenden sozialen Sicherungssysteme von ihrer Struktur her erheblich von denen in Deutschland und zugleich auch untereinander unterscheiden, ergäben sich hier ebenfalls den Rahmen meiner Arbeit sprengende Komplexitätsgrade. Gab es zu Beginn meiner Recherchen praktisch keine Budgetnehmer im Bielefelder Modellprojekt, sind es jetzt 17 Budgetnehmer. Über das Bundesmodellprojekt zum Persönlichen Budget in Bielefeld liegen bisher keinerlei Auswertungsberichte vor. Neben der von mir verwendeten soziologischen Literatur war ich für meine Arbeit also auf die bisher veröffentlichen Konzepte der Projektträger und Veröffentlichungen im Rahmen anderer Modellversuche angewiesen.

Im nachfolgenden Kapitel stelle ich mit der Individualisierungstheorie von Beck und dem Wohlfahrtspluralismusansatz von Evers und Olk zwei theoretische Modelle vor, die dazu geeignet sind, den gesellschaftlichen und institutionellen Kontext des Persönlichen Budgets zu beschreiben. Im dritten Kapitel führe ich kurz in das Persönliche Budget ein, um mich dann mit dessen Entstehungskontext auseinanderzusetzen. Das Bielefelder Modellprojekt zum Persönlichen Budget steht im Mittelpunkt des Vierten Kapitels, einen Schwerpunkt bilden dabei dessen rechtliche Grundlagen und zwei potenzielle Fallbeispiele. Im fünften Kapitel setzte ich mich schließlich ausführlich mit der eigentlichen Fragestellung meiner Arbeit nach den erweiterten Selbstbestimmungsmöglichkeiten durch das Persönliche Budget auseinander. Im sechsten und letzten Kapitel ziehe ich ein abschließendes Fazit.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


GRIN Verlag / Open Publishing GmbH
Homepage: https://www.grin.com/de/about.html
Bestellungen über BOOKS on DEMAND BoD
Homepage: https://www.bod.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2710


Informationsstand: 21.02.2007

in Literatur blättern