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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hörgeschädigte Kinder - schwerhörige Erwachsene


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Universität Hamburg - Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser


Quelle:

Seedorf: Signum, 2000, 80 Seiten, ISBN: 3-927731-72-2; 978-3-927731-72-1


Jahr:

2000



Abstract:


Mit der Broschüre haben zum ersten Mal Vertreter von fast 20 verschiedenen Verbänden in einer Arbeitsgruppe ein gemeinsames Papier erarbeitet, das sich in besonderer Weise mit der Kommunikation schwerhöriger und ertaubter Menschen beschäftigt.

Herausgekommen ist diese Broschüre, die sich nicht an die Hörenden richtet, sondern an die Betroffenen selbst. Denn es ist ein besonderes Problem Schwerhöriger, ihre Behinderung nicht als solche zu erkennen und zu akzeptieren und sie vor sich selbst und den anderen zu verstecken. Außenstehenden fällt es oft schwer, die unweigerlich auftauchenden Kommunikationsprobleme richtig einzuordnen und zu verstehen. Deshalb gibt es die ausdrückliche Aufforderung der Arbeitsgruppe an die Schwerhörigen, sich mit ihrem Handicap auf allen Ebenen auseinander zu setzen und dazu zu stehen.

Das Buch unterscheidet zwischen Frühschwerhörigen und Spätertaubten, da bei diesen beiden Gruppen eine unterschiedliche psychosoziale Problematik besteht, die sich auch unterschiedlich auf die Befindlichkeit und die Lebensgestaltung auswirkt. Ausgehend von einer kurzen Zusammenfassung des Phänomens 'Schwerhörigkeit' und seiner Auswirkungen wird zunächst die Situation Frühschwerhöriger beschrieben. Hier wird besonders die bisherige Konzentration von Frühförderung und Schwerhörigenpädagogik auf die ausschließliche Förderung der Lautsprache deutlich kritisiert und größere Flexibilität im Umgang mit verschiedenen, insbesondere visuellen Kommunikationsformen gefordert.

Die Darstellung der Situation Frühschwerhöriger in Familie, Schule, Ausbildung, Freizeit und Partnerschaft ist wichtig für alle, die sich beruflich oder als Eltern und Freunde mit Schwerhörigen auseinander setzen müssen. Bemerkenswert ist auch die nüchterne Darstellung aus der Innenperspektive, d.h. aus der Sicht der Betroffenen selbst. Immer wieder hervorgehoben wird auch die Forderung nach Methodenfreiheit in der Erziehung Schwerhöriger.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie




Bezugsmöglichkeit:


Signum Verlag
Homepage: http://www.signum-verlag.de

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Referenznummer:

R/NV2483


Informationsstand: 04.04.2001

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