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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bericht über das Projekt HÖRGERÄTEDATENBANK


Autor/in:

Wilke, Stephan


Herausgeber/in:

Deutscher Schwerhörigenbund e.V. (DSB)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2008, 3 Seiten: PDF


Jahr:

2008



Abstract:


Die Datenbank zur Hörgeräteversorgung wurde im November 2007 aufgebaut.

Die Erhebungsbögen wurden in Form von Fragebögen an die Ortsvereine und Landesverbände verteilt. Ursprünglich war vorgesehen, die Erhebung zum 15.05.2008 abzuschließen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde beschlossen, diese fortzusetzen.

Die Erhebung wird kontinuierlich fortgesetzt. Es können also jederzeit ausgefüllte Erhebungsbögen an die Geschäftsstelle des DSB gesandt werden.

Die Erhebung hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. eigene Statistiken erhebt, um Aussagen treffen zu können, wie hoch die private Belastung von Hörgeräteträgern in Deutschland ist. Wir haben uns vom Rechtsverständnis der Minimalversorgung der Krankenkassen längst verabschieden müssen. Es ist wichtig, dass der DSB ein Bild darüber hat, was durchschnittlich ein Hörgeräteträger in Deutschland für seine Hörgeräte aus eigener Tasche finanziell aufbringen muss.

Bis zum Stichtag 24.07.2008 wurden auf dieser Basis die folgenden Ergebnisse erzielt: 105 Fälle mit einer Streuung von 2000 bis 2008, die empirisch überprüfbar und nachvollziehbar sind, konnten gesammelt werden. Das wirtschaftliche Volumen betrug in Summe 343. 718,56 Euro. Das entspricht pro Hörgeräteträger einem Durchschnittswert von 3.273,51 Euro.

Überrascht hat bei der Erhebung die rege Teilnahme von mittelgradig schwerhörigen Menschen - sie haben einen Anteil von 49 Prozent an der Erhebung, die hochgradig schwerhörigen Menschen 28 Prozent und die an Taubheit grenzend schwerhörigen Menschen 18 Prozent.

Im Weiteren werden drei Statistiken gezeigt: Durchschnitt pro Kopf, einohrige Versorgung und beidohrige Versorgung.

Der DSB sieht in den Ergebnissen einen empirischen Zusammenhang zwischen den berufstätigen und arbeitssuchenden Hörgeräteträgern. Es liegt ein Ungleichgewicht bei der Versorgungsstruktur vor.

Der durchschnittliche Anteil der Zuzahlungen bei Berufstätigen liegt bei 1.660,16 Euro, während bei den Arbeitssuchenden ein Anteil von 1.018,72 Euro ermittelt werden konnte. Hiermit ist ein erster statistischer Beleg erbracht, dass die Hörgeräteversorgung zu einer sozialen Frage für die Betroffenen geworden ist.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Produkte: Hörgeräte




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutscher Schwerhörigenbund e.V. (DSB)
Homepage: https://www.schwerhoerigen-netz.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2260


Informationsstand: 29.09.2008

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