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Bibliographische Angaben zur Publikation

EQUAL in Nordrhein-Westfalen

Ergebnisse einer Befragung von 18 Entwicklungspartnerschaften



Autor/in:

Schumann, Diana; Icking, Maria


Herausgeber/in:

Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.)


Quelle:

Bottrop: Eigenverlag, 2006, 56 Seiten: PDF


Jahr:

2006



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Abstract:


Mit der europäischen Gemeinschaftsinitiative EQUAL (GI EQUAL) wird in Deutschland seit Anfang 2002 ein arbeitsmarktpolitisches Programm umgesetzt, das darauf abzielt, neue Konzepte, Methoden und Wege zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln.

Die Umsetzung des Programms erfolgt durch so genannte Entwicklungspartnerschaften (EPn), die entweder als geografische (regionale) oder als sektorale Projektverbünde innovative Handlungsansätze erproben. Während die sektoralen EPn geeignete Lösungsansätze für einen Wirtschaftsbereich, für eine relevante arbeitsmarktpolitische Fragestellung oder für eine Zielgruppe suchen und somit auch länderübergreifend oder bundesweit tätig sein können, weisen regionale EPn einen geografischen Bezug auf und werden innerhalb bestimmter regionaler Einheiten (zum Beispiel in einer Stadt, in einem Ballungsraum oder in einer ländlichen Region) umgesetzt.

Jede Entwicklungspartnerschaft (EP) konzentriert sich dabei auf einen der Themenbereiche von EQUAL, die den Säulen der Europäischen Beschäftigungsstrategie entsprechen. Dazu gehören die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, die Entwicklung des Unternehmergeistes, die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und ihrer Beschäftigten sowie die Chancengleichheit von Frauen und Männern. Zusätzlich engagiert sich EQUAL im Themenbereich AsylbewerberInnen.

In der ersten Förderrunde, die von Anfang Januar 2002 bis Ende Juni 2005 lief, waren in Nordrhein-Westfalen 18 Entwicklungspartnerschaften tätig, von denen sechs als geografische und zwölf als sektorale Netzwerke konzipiert waren. Thematischer Schwerpunkt war das Handlungsfeld Beschäftigungsfähigkeit, in dem sich die Hälfte der nordrhein-westfälischen Projektverbünde auf die Verbesserung des Zugangs zum Arbeitsmarkt konzentrierte. Die übrigen neun EPn verteilten sich auf die Themenbereiche Unternehmergeist, Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und ihrer Beschäftigten, Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und AsylbewerberInnen.

Im Verlauf ihrer rund dreieinhalbjährigen Tätigkeit sammelten die 18 Entwicklungspartnerschaften, die Ende Juni 2005 abgeschlossen wurden, umfangreiche Erfahrungen und erzielten Ergebnisse, die für die Weiterentwicklung der arbeitspolitischen Programmgestaltung und -umsetzung in Nordrhein-Westfalen relevant sein können.

Die G.I.B. führte daher im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit Nordrhein-Westfalen (MWA NRW) im Zeitraum von Februar bis März 2005 eine Befragung der EPn durch, um zu erheben, welche Erfahrungen, Ergebnisse und konkreten Produkte für den Transfer in die Landesarbeitspolitik bedeutsam sein können.

Die Gespräche wurden in allen Fällen mit den KoordinatorInnen (LeadpartnerInnen) der EPn als halbstrukturierte und offene Interviews durchgeführt, das heißt sie erfolgten anhand eines Leitfadens mit Fragen, deren konkrete Formulierung und Reihenfolge variiert werden und auf die der/die Interviewpartner/-in frei antworten kann. In zwei Fällen nahmen zudem die EP-EvaluatorInnen und in einem Fall ein Projektkoordinator an der Befragung teil.

Der Leitfaden orientiert sich an den Grundlagen der EQUAL-Programmstrategie und enthält daher Fragen zu folgenden Schwerpunktthemen:
- Besonderheiten und Zielsetzungen der EP,
- Generierung und Umsetzung von Innovationen,
- Bedeutung des EQUAL-Partnerschaftsansatzes/des Netzwerkansatzes,
- Bedeutung und Ergebnisse der transnationalen Kooperation,
- Umsetzung des Gender Mainstreaming,
- Prozess und Ergebnisse des Mainstreaming der Innovationen,
- Stellenwert der Evaluation/wissenschaftlichen Begleitung,
- Bewertung der EP und des EQUAL-Programms und
- Empfehlungen für die Landesarbeitspolitik in NRW.

Die Interviews fanden in allen Fällen bei den GesprächspartnerInnen vor Ort statt. Die persönlichen Interviews wurden auf Tonband aufgenommen und anschließend vollständig und wörtlich transkribiert. Die Protokolle umfassen über 300 Seiten und wurden mit Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse werden entlang der genannten Schwerpunkthemen dargestellt.

[Gemäß Einleitung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ifb verlag der betriebsrat
Homepage: https://www.ifb-medien.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV2248


Informationsstand: 11.12.2013

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