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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wissenschaftliche Qualifikation trotz chronischer Erkrankung - befristungsrechtliche Rahmenbedingungen nach WissZeitVG

Vortrag auf dem 29. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 2. bis 4. März 2020 in Hannover (ausgefallen)



Sammelwerk / Reihe:

Prävention und Rehabilitation - der Betrieb als Partner


Autor/in:

Nebe, Katja


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2020, Seite 229-231


Jahr:

2020



Link(s):


Ganzen Text lesen (in: Reha-Kolloquium 2020) (PDF | 7 MB)


Abstract:


Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) regelt die zulässigen Befristungen für wissenschaftliches Personal an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen sowie staatlichen Forschungseinrichtungen. Nachwuchswissenschaftler:innen sollen sich innerhalb von jeweils maximal 6 Jahren vor und nach der Promotion wissenschaftlich qualifizieren.

Der Gesetzgeber nimmt an, dass innerhalb dieser Höchstgrenzen die eigenständige Qualifikation, zum Beispiel Promotion und Habilitation, realisierbar ist. Mit Wirkung zum 17.3.2016 ist in § 2 Absatz 1 WissZeitVG ein Satz 6 eingefügt worden. Dadurch kann über die gesetzlichen Höchstfristen die Befristungsdauer um zwei Jahre erweitert werden, wenn der/die Beschäftigte im Sinne des § 2 Absatz 1 Sozialgesetzbuch (SGB) IX behindert oder von einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung betroffen ist.

Der Gesetzgeber reagiert damit auf die wachsende Zahl behinderter und chronisch kranker Nachwuchswissenschaftler:innen, die sich trotz der nach wie vor bestehenden Barrieren und Herausforderungen für einen postgradualen akademischen Bildungsweg entscheiden (dazu Bauer et al., 2017). Zugleich soll den Anforderungen der UN-BRK entsprochen und ein gleichberechtigter Zugang zu beruflicher Qualifikation und die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Behinderung ermöglichet werden (Bundestagsdrucksache 18/6489).

In der Hochschulpraxis werden erste Fälle bekannt, die belegen, dass die Rechtsanwendung für chronisch kranke Beschäftigte sehr problematisch ist. Die in der rechtswissenschaftlichen Literatur dazu überwiegend vertretenen Rechtsansichten erschweren die Wirkung der teilhabefördernden Bestimmung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '29. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Prävention und Rehabilitation - der Betrieb als Partner' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1496x060


Informationsstand: 30.12.2020

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