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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fachgebärdenlexikon Psychologie


Sammelwerk / Reihe:

Fachgebärdenlexika, Band 3


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Arbeitsgruppe Fachgebärdenlexika des Instituts für Deutsche Gebärdensprache


Quelle:

Seedorf: Signum, 1996, 1085 Seiten: 2 Bände, oder 3 Videokassetten, Laufzeit 413 Min., ISBN: 3-927731-31-X


Jahr:

1996



Abstract:


Das Fachgebärdenlexikon Psychologie wurde im Rahmen eines zweijährigen Projekts vom Bundesarbeitsministerium gefördert. Für über 900 Begriffe aus sieben Grundlagenfächern der Psychologie wurden über 1.200 Gebärden zum großen Teil erhoben, für knapp ein Drittel der Begriffe wurden neue Gebärden entwickelt. Gedacht ist das Lexikon in erster Linie für gehörlose Studierende und DolmetscherInnen. Es bietet jedoch auch für all diejenigen, die in psychologischen Fragestellungen mit Gehörlosen zu tun haben, wertvolle Informationen und Anregungen.

Ähnlich wie bei seinem Vorläufer, dem Fachgebärdenlexikon Computer wird damit der Versuch unternommen, für eine wissenschaftliche Disziplin ein einheitliches gebärdensprachliches Fach-'Vokabular' einzuführen. Das 'Fachgebärdenlexikon Psychologie' ist als zweisprachiges Wörterbuch angelegt, wobei, bedingt durch die Vorgehensweise und die Kürze der Zeit, der lautsprachliche Anteil überwiegt und es eher als Übersetzungshilfe von deutscher Lautsprache in deutsche Gebärdensprache (DGS) zu benutzen ist als umgekehrt. Dennoch wurde der Versuch gemacht, den gebärdensprachlichen Anteil für den Benutzerkreis transparenter zu machen, zum einen durch die Verwendung von Symbolen, die neu entwickelte Gebärden von empirisch erhobenen Gebärden unterscheiden, zum anderen durch Anmerkungen zu grammatischer Verwendung, Dialektvarianten und Hinweisen zur Ausführung sowie durch den Verweis auf formgleiche und formähnliche Gebärden.

Die Begriffsliste wurde von gehörlosen und hörenden Studierenden des Faches Psychologie an der Universität Hamburg erstellt, wobei Anregungen aus der Gehörlosenpädagogik und der psychologischen und psychotherapeutischen Arbeit mit gehörlosen Personen berücksichtigt wurden. Die ausgewählten Begriffe sollen ein Basisvokabular darstellen, das für ein Psychologiestudium unerlässlich ist. In der Auswahl sollte sich die Studienpraxis widerspiegeln. Systematische Gesichtspunkte konnten nur sehr begrenzt, allein schon bedingt durch die vorgegebene Obergrenze von maximal 1.000 Begriffen, berücksichtigt werden.

Die im Fachgebärdenlexikon Psychologie dargestellten Gebärden sind als mögliche Entsprechungen oder Übersetzungen der lautsprachlichen Fachbegriffe zu verstehen. Sie wurden in Abhängigkeit von den lautsprachlichen Begriffen oder Texten erhoben oder entwickelt, was sich zum Teil in ihrer Form niederschlägt. Die vorgenommene Unterscheidung zwischen neuen, belegten und bekannten Gebärden soll es vor allem dem/der gebärdensprachkompetenten BenutzerIn ermöglichen, selbst über Wert oder Unwert des Lexikons zu entscheiden. Die gezeigten Gebärden, vor allem die neu entwickelten, sind als Hilfestellung und Anregung gedacht und sollten nicht unkritisch als verbindliche Norm aufgefasst werden. Ebenso sollte das 'Fachgebärdenlexikon Psychologie' nicht als Argument benutzt werden für die These, dass es in der DGS, wie in der deutschen Lautsprache, ein ausdifferenziertes Fach-'Vokabular' geben muss, um fachspezifische Inhalte auszudrücken. Gerade die empirische Erhebung hat gezeigt, dass dafür genügend produktive Mittel zur Verfügung stehen.

[Aus: Verlagsinformation]

Das Fachgebärdenlexikon gibt es auch als VHS-Video.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Fachgebärdenlexikon Psychologie | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Buch/Monografie




Bezugsmöglichkeit:


Signum Verlag
Homepage: http://www.signum-verlag.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1093C


Informationsstand: 07.05.1997

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