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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erprobungsvorhaben Psychosoziale Betreuung Substituierter 2001/2002

Endbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung



Autor/in:

Marzen, Erik


Herausgeber/in:

Ministerium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes


Quelle:

Saarbrücken: Eigenverlag, 2003, Stand: Januar 2003, 78 Seiten


Jahr:

2003



Abstract:


Substitutionsbehandlungen für Drogenabhängige gehören inzwischen in Deutschland zu den anerkannten und erprobten medizinischen Behandlungsmethoden. Auch die saarländische Landesregierung bekennt sich zur Substitutionstherapie als einem Instrument der Drogenpolitik.

Die Ergebnisse und Erfahrungen des 10-jährigen Methadon-Landesprogramms haben gezeigt, dass eine psychosoziale Betreuung - zusätzlich zur Vergabe von Substitutionsmitteln - die Chance zur sozialen Integration erhöht. Dabei geht es in erster Linie um Beratungs- und Betreuungstätigkeiten, die zum Ziel haben, die individuellen psychischen und sozialen Probleme der Klienten in ihrem Lebensalltag zu erkennen, ihre Kompetenzen wieder aufzubauen oder zu stärken.

Das saarländische Ministerium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales hat im Jahre 2000 gemeinsam mit den beteiligten Institutionen ein Konzept zur psychosozialen Betreuung Substituierter (PBS) im Saarland entwickelt. Auf dessen Grundlage sollte im zweijährigen, wissenschaftlich begleiteten Erprobungsvorhaben unter anderem herausgefunden werden,
- welche Hilfen primär beansprucht werden,
- wie viele Substituierte die Hilfeangebote annehmen und
- wie hoch der - am Einzelfall orientierte - tatsächliche Hilfebedarf ist.

In dem wissenschaftlichen Abschlussbericht des Erprobungsvorhabens wird zu diesem Fragenkomplex ausführlich Stellung genommen. Daneben werden konkret die Themenschwerpunkte benannt, die dem Substituierten helfen, in Beruf, Familie und Gesellschaft wieder besser Fuß zu fassen.

Der Abschlussbericht beschreibt die gelungene Vernetzung von niedergelassenen substituierenden Ärzten, den psychosozialen Fachkräften und den betroffenen Patienten. Darüber hinaus weist er eine Verbesserung der gesundheitlichen und sozialen Lebenssituation der Substituierten und neue Erfahrungen sowie Erkenntnisse über die Wirksamkeit einer psychosozialen Betreuung nach. Der im Konzept vorgesehene flexible, pragmatische und personenorientierte Ansatz entspricht generell den Bedürfnissen der Betroffenen.

Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll auf, dass die psychosoziale Versorgung Substituierter auch über den Erprobungszeitraum hinaus, ein notwendiger Bestandteil der saarländischen Hilfeangebote für suchtkranke Menschen sein muss. Deshalb wird die Landesregierung auch weiterhin diese Betreuungsform unterstützen.

[Aus: Vorwort]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


k. A.
Das Ministerium existiert inzwischen unter anderem Namen.

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Referenznummer:

R/NV0957


Informationsstand: 16.08.2004

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