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Bibliographische Angaben zur Publikation

Konfliktmanagement bei strittigen Leistungen zur Rehabilitation

Einigungsmöglichkeiten für Geber und Nehmer in der Anwendung sozialer Rechte?



Sammelwerk / Reihe:

Interdisziplinäre Schriften zur Rehabilitation, Band 14


Autor/in:

Schönle, Paul Walter; Barth, Sonja; Finke, Karl [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR); Nachtigäller, Christoph; Schönle, Paul W.


Quelle:

Stuttgart: Gentner, 2006, Ca. 140 Seiten, ISBN: 3-87247-689-0; 978-3-87247-689-0


Jahr:

2006



Abstract:


Mehr und mehr wurde in den letzten Jahren deutlich, dass gesundheitliche, berufliche und soziale Leistungen zur Sicherung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen vor dem Hintergrund nahezu überforderter öffentlicher Kassen restriktiver gehandhabt, das heißt oft erst einmal abgelehnt werden. Nötige Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen vertragen aber keinen Zeitverzug. Und es gibt gute Gründe, warum manche Leistungsberechtigte nicht (oder nicht ohne Unterstützung) bereit beziehungsweise in der Lage sind, Ablehnungsbescheide anzufechten.

Viele nicht gewährte Leistungen zur Teilhabe wären sogar - zügig und in effektiver Form erbracht - hilfreich für die angespannten Finanzen im Sozialstaat, können sie doch dazu beitragen, die sonst entstehende Abhängigkeit von dauerhaft erforderlicher Unterstützung zu vermeiden. Und schließlich ist es auch eine Frage sozialer Rechtsstaatlichkeit, dass den als bedürftig und berechtigt anerkannten Menschen die ihnen vom Gesetzgeber eindeutig zugedachten individuellen Rechte nicht allein schon deshalb vorenthalten werden, weil man sich gewisse Hoffnungen machen darf, mit derartigen Spar-Strategien durchzukommen als Behörde oder Sozialversicherung.

In dieser Ausgangslage und angesichts der Überlastung der Sozialrechtsprechung suchen Beteiligte beider Seiten nach Möglichkeiten rascher außergerichtlicher Klärung strittiger Leistungsansprüche. Benötigte Hilfen sollen wenigstens teilweise ihr Ziel erreichen, ohne auf einen Richterspruch warten zu müssen. Wäre das ein sinnvoller Ausweg? Falls ja, welche Verfahren stehen dafür zur Verfügung? Oder ist es eher eine Aushöhlung gegebener Rechte (und gar eine Schwächung Antragsberechtigter), wenn anstelle förmlicher Durchsetzung eindeutig definierter Leistungsansprüche auf dem Rechtsweg ein Verhandeln um Kompromisse tritt, der geschützte Staatsbürger oder Sozialversicherte also vom Berechtigten zum Teilnehmer an einer Art sozialem Basar wird? Aber vielleicht haben Gütetermine, Ombudsleute oder Mediation auch eine ganz andere Funktion, zum Beispiel gemeinsame Bedarfs(an)erkennung, somit frühzeitige Auflösung von Konfliktpotenzial zwischen Antragsteller und Leistungsträger?

Mit diesen Fragen befasste sich 2005 ein Seminar der DVfR (Konfliktmanagement bei den Sozialleistungsträgern der Rehabilitation? - Seminarklausur über mögliche Wege zur Einigung mit Leistungsberechtigten ohne Rechtsstreit), über das hier berichtet wird. Teilgenommen haben von Behinderungen Betroffene und ihre Verbände, interessierte Leistungsträger der Rehabilitation, Selbstverwaltungsorgane beteiligter Sozialberufe, Vertreter diverser Konfliktlösungstechniken und - nicht zuletzt - Sozialjuristen aus Forschung und Rechtsprechung. Der Anfang einer Diskussion ist gemacht, die noch lang nicht zu Ende ist ... Die Referate wurden für den Druck konzeptionell überarbeitet und durch eine thesenartige Zusammenfassung der freien Diskussionen ergänzt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Gentner Verlag
Homepage: https://www.gentner.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV084714


Informationsstand: 29.08.2006

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