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Bibliographische Angaben zur Publikation

Jahresbericht 2009

Daten und Fakten zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben



Sammelwerk / Reihe:

LVR-Jahresbericht


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

LVR-Integrationsamt


Quelle:

Köln: Eigenverlag, 2010, 111 Seiten: Broschur


Jahr:

2010



Abstract:


In der Wirtschafts- und Finanzkrise steht der deutsche Arbeitsmarkt im Vergleich mit anderen Nationen gut da. Die allgemeine Arbeitslosigkeit ist sogar zurückgegangen. Im Gegensatz dazu sind bei den schwerbehinderten Menschen Ende 2009 rund neun Prozent mehr arbeitslos gemeldet als zu Jahresbeginn.

Die Krise zeigt sich auch in der Arbeit des LVR - Integrationsamtes: die Zahl der Anträge auf ordentliche Kündigung steigt um über 40 Prozent. Dreiviertel der Kündigungsanträge werden aus betriebsbedingten Gründen gestellt. Wenn schwerbehinderte Menschen heute ihren Arbeitsplatz verlieren, dann sind sie von der Arbeitslosigkeit häufig noch stärker betroffen als nicht behinderte Menschen, da sie in vielen Fällen wesentlich länger arbeitslos bleiben. Die Langzeitarbeitslosigkeit unter den schwerbehinderten Menschen liegt im Bundesschnitt bei 38,5 Prozent - in Nordrhein-Westfalen sogar bei 45 Prozent.

Im Vordergrund steht in 2009 für das LVR - Integrationsamt die Sicherung von bestehenden Arbeitsverhältnissen schwerbehinderter Frauen und Männer - hier sind eine Reihe von Maßnahmen im Investitionsbereich für den Zeitraum von zwei Jahren initiiert worden, die Arbeitgeber dabei unterstützen, die Arbeitsplätze von schwerbehinderten Menschen zu erhalten. Insgesamt sind dafür Zuschüsse, Prämien und Darlehen in Höhe von 21,6 Millionen Euro an die rheinischen Arbeitgeber geflossen. Mit fast fünf Millionen Euro sind schwerbehinderte Menschen direkt gefördert worden, zum Beispiel mit technischen Arbeitshilfen oder Zuschüssen zu Qualifizierungsmaßnahmen.

Positiv zu beurteilen ist die steigende Akzeptanz und der Einsatz von präventiven Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement durch die Arbeitgeber. Hierbei unterstützt das LVR - Integrationsamt die Betriebe und Verwaltungen mit einer Reihe von unterschiedlichen Angeboten und prämiert regelmäßig Best-Practice-Beispiele.

Erfreulich ist, dass 764 neue zusätzliche Arbeitsplätze in der privaten Wirtschaft, dem öffentlichen Dienst und insbesondere in Integrationsunternehmen geschaffen worden sind. Zwar kann diese Entwicklung nicht die Arbeitsplatzverluste in den stark exportab-hängigen Gewerben in Nordrhein-Westfalen ausgleichen. Es zeigt aber dennoch, dass neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden können - zum Beispiel in Branchen die Konjunktur unabhängiger sind.

Dazu gehören ganz besonders die Geschäftsfelder, in denen Integrationsunternehmen am Markt agieren: Schul- und Krankenhausverpflegung, Wäscherei, Haushaltsservice oder Garten- und Landschaftspflege. Ein besonderes Anliegen ist dem Landschaftsverband Rheinland, dass Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Behinderung eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Hierzu sind eine Reihe von neuen Förderansätzen entwickelt worden und regionale Projekte werden aktiv unterstützt.

Mit dem Jahresbericht 2009 möchten wir Sie über die Arbeit des LVR-Integrationsamtes informieren, Ihnen die Daten und Fakten rund um die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen vorstellen und einen Ausblick auf die Entwicklung im laufenden Jahr wagen.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Landschaftsverband Rheinland (LVR)
LVR-Dezernat Soziales
Homepage: https://www.lvr.de/de/nav_main/metanavigation_5/nav_meta/ser...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV083511


Informationsstand: 22.11.2010

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