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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsunfähigkeit bei Wirbelsäulenerkrankungen


Autor/in:

Keseberg, A.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zeitschrift für Allgemeinmedizin (ZFA), 1992, Nummer 68, Seite 114-119, Stuttgart: Hippokrates


Jahr:

1992



Abstract:


Die häufigste Beratungsursache in der Praxis sei der Rückenschmerz. Der Altersgipfel läge zwischen 40. und 50. Lebensjahr, Frauen und Männer wären gleichermaßen betroffen.

Nach Statistiken der gesetzlichen Krankenversicherungen ist von 1975 bis 1982 eine Zunahme der Arbeitsunfähigkeitsfälle bei Erkrankungen der Wirbelsäule um 43 Prozent eingetreten, die Arbeitsunfähigkeitstage stiegen um 30 Prozent, 70 Prozent der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen kommen aus Allgemeinpraxen. In der Praxis des Autors finden sich circa 74 Prozent der Beschwerden und Erkrankungen der Wirbelsäule im LWS-Bereich. Unter den 349 Patienten mit WS-Beschwerden erlitten 6 Prozent einen Bandscheibenprolaps, Frauen und Männer gleich häufig.

In absteigender Reihenfolge erkrankten folgende Berufe: Schlosser, Büroangestellte, Chemiefacharbeiter, Verkäuferinnen, Kraftfahrer; eher selten waren Hilfsarbeiter, Elektriker und Verwaltungsangestellte vertreten. (Wie letztere von Büroangestellten differenziert werden, ist nicht zu erkennen. Das Berufsspektrum scheint auch eher den Einzugsbereich des Autors widerzuspiegeln als eine berufsspezifische Morbidität.) Auffällig häufig sind in diesem Kollektiv die Kraftfahrer mit HWS-Erkrankungen vertreten.

Ein Vergleich von Häufigkeitsverteilungen der Arbeitsunfähigkeit in Abhängigkeit von konunkturellen Schwankungen zeigt gegenüber den Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die 1983 den niedrigsten Krankenstand ergaben, nur geringe Abweichungen. In der Allgemeinpraxis erfolge die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit unter vier Gesichtspunkten: Beschwerden des Arbeitnehmers, mutmaßlicher Krankheitswert dieser Beschwerden, Befunde der ärztlichen Untersuchung, Anforderungen am Arbeitsplatz. Unsicherheiten in der Beurteilung seien nicht vermeidbar.

´[B. Betz, Amberg]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Menschen mit Wirbelsäulenerkrankung am Arbeitsplatz | REHADAT-Gute Praxis




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ZFA - Zeitschrift für Allgemeinmedizin
Homepage: https://www.online-zfa.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV0710


Informationsstand: 11.08.1994

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