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Bibliographische Angaben zur Publikation

Jahresbericht der BIH 2008/2009: Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf


Sammelwerk / Reihe:

BIH-Jahresbericht


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

Wiesbaden: Universum, 2009, 42 Seiten


Jahr:

2009



Abstract:


Noch im letzten Jahr konnte im Jahresbericht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) über die Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen in Deutschland Positives berichtet werden. Die gute wirtschaftliche Konjunktur der Jahre 2006 und 2007 hatte dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit unter schwerbehinderten Menschen ebenso wie die Zahl der Anträge der Arbeitgeber auf Zustimmung zur Kündigung zurückgegangen war und sich die Situation doch deutlich gebessert hatte.

Inzwischen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise leider wieder zu einer negativen Entwicklung geführt. Obwohl die Rezession auf dem Arbeitsmarkt bisher noch nicht mit ihren negativen Folgen voll angekommen ist, steigt die Arbeitslosigkeit inzwischen wieder an und die Zahl der Anträge der Arbeitgeber auf Zustimmung zur Kündigung von schwerbehinderten Mitarbeitern nimmt massiv zu. Es ist zu befürchten, dass sich diese Entwicklung im Herbst und Winter dieses Jahres fortsetzen wird. Ob sich die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Krise erfüllen, muss abgewartet werden.

Die Integrationsämter in Deutschland sind durch diese Situation arbeitsmäßig erheblich belastet. Angesichts der Lage der öffentlichen Haushalte erhalten sie keine personelle Verstärkung und müssen je nach Standort Fallzahlensteigerungen von bis zu 87 Prozent im Jahresvergleich 2008 bis zur Jahresmitte 2009 bewältigen. Die Entwicklung ist jedoch regional sehr unterschiedlich.

Bundesländer mit vielen Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie, dort insbesondere bei den zahlreichen mittelständischen Zulieferern, oder im Maschinenbau sind überproportional betroffen. Bei vielen Großbetrieben verhindert derzeit noch die Kurzarbeit schlimmere Folgen.

Kleinere Arbeitgeber nutzen dieses Instrument weniger. Sie bauen bereits jetzt in großem Umfang Personal ab. Im Vordergrund der Arbeit der Integrationsämter steht damit notgedrungen wieder fast ausschließlich, die Vielzahl der neuen Kündigungsschutzverfahren in angemessener Zeit zu bearbeiten. Vieles, was in den letzten Jahren erfolgreich in Sachen Prävention, Beruflichem Eingliederungsmanagement und allgemein der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben entwickelt wurde, droht daneben in den Hintergrund zu treten.

In den Zahlen des Jahres 2008, auf denen dieser Jahresbericht maßgeblich aufbaut, kommt dies noch nicht deutlich zum Ausdruck. Es ist zu erwarten, dass das volle Ausmaß der derzeit negativen Entwicklung sich erst im nächsten Jahresbericht niederschlagen wird.

Die Integrationsämter unternehmen viel, um durch den offensiven Einsatz ihrer Beratungsdienstleistungen und durch finanzielle Hilfen für Arbeitgeber und die betroffenen Menschen zur Sicherung der Arbeitsplätze beizutragen und die negativen Folgen für schwerbehinderte Menschen gering zu halten.

Dass dies im Jahr 2008, in dessen letztem Quartal die Finanz- und Wirtschaftskrise massiv einsetzte, durchaus gelungen ist, dokumentieren die Zahlen und Darstellungen dieses Jahresberichts.

[Aus: Vorwort]


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Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


UV - Universum Verlag
Homepage: https://www.universum-shop.de

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Referenznummer:

R/NV068114


Informationsstand: 10.11.2009

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