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Bibliographische Angaben zur Publikation

Jahresbericht der BIH 2002/2003: Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf


Sammelwerk / Reihe:

BIH-Jahresbericht


Autor/in:

Ernst, Karl-Friedrich; Binder, Dagmar


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

Wiesbaden: Universum, 2004, 37 Seiten: DIN-A4, Broschur


Jahr:

2004



Abstract:


Durch die Aktion der Bundesregierung 50.000 Jobs für Schwerbehinderte und die großen gesetzlichen Veränderungen, insbesondere durch die Schaffung des SGB IX, stand das Schwerbehindertenrecht im vergangenen Jahr stärker als bisher im Mittelpunkt des Interesses der Öffentlichkeit. Inzwischen ist diese Aktion abgeschlossen und zum 31.10. 2002 konnte Bilanz gezogen werden.

Auch wenn das Ergebnis zunächst sehr gut aussah, nämlich durch einen Abbau der Arbeitslosigkeit unter schwerbehinderten Menschen um knapp 24 Prozent während der Laufzeit der Aktion, verdüsterte sich das Bild zwischenzeitlich doch wieder ganz erheblich. Der deutliche Wiederanstieg der Arbeitslosigkeit im Frühjahr 2003 relativiert den guten Erfolg der Aktion beträchtlich. Angesichts der weiterhin unbefriedigenden wirtschaftlichen Eckdaten, des Anstiegs der allgemeinen Arbeitslosigkeit, der Konjunkturkrise am Rande einer Rezession, und der Krise der öffentlichen Haushalte ist es aber auch ausgesprochen schwierig, den Bereich der beruflichen Teilhabe behinderter Menschen positiv von der allgemeinen Entwicklung abzukoppeln.

Inzwischen wird eine intensive fachpolitische Diskussion darüber geführt, wie sich das im Oktober 2002 nur sehr knapp verfehlte Ziel nun doch noch erreichen lässt und wie der inzwischen verzeichnete erneute Rückschritt kompensiert werden kann. Dazu sind weitere gesetzliche Änderungen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen unter erweiterten Zielvorgaben in Vorbereitung. Die Aufgaben der Integrationsämter nach dem Sozialgesetzbuch IX sind neben denjenigen der Arbeitsämter in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Der besondere Kündigungsschutz, insbesondere aber die präventiv wirkende begleitende Hilfe im Arbeitsleben sollen dazu beitragen, dass möglichst viele Arbeitsverhältnisse von schwerbehinderten Menschen gesichert werden und erhalten bleiben.

Schwerpunkt der Arbeit der Integrationsämter im vergangenen Jahr war ganz besonders auch die Umsetzung der neuen Instrumente des Sozialgesetzbuches IX, zum Beispiel die Förderung der Integrationsprojekte oder die Überführung der bisherigen psychosozialen oder berufsbegleitenden Dienste in die neuen Integrationsfachdienste. Aber selbstverständlich nahm das bisherige Kerngeschäft die Kapazität der Integrationsämter am meisten in Anspruch. Auch hier waren neue Herausforderungen zu bewältigen, zum Beispiel bei der Erhebung der Ausgleichsabgabe, nachdem das bisherige System von Beschäftigungspflicht und Ausgleichsabgabe stark verändert worden war.

Auch war es erforderlich, sich auf die neue Leistung der Arbeitsassistenz und auf veränderte Regelungen der Zuständigkeitsklärung im Verhältnis zu den Rehabilitationsträgern einzustellen, deren reibungsloses Funktionieren für die hilfesuchenden schwerbehinderten Menschen und ihre Arbeitgeber von besonderer Bedeutung ist.

Der Jahresbericht 2002/2003 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) dokumentiert und erläutert diese Arbeit.

[Einleitung]


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Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


UV - Universum Verlag
Homepage: https://www.universum-shop.de

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Referenznummer:

R/NV068108


Informationsstand: 09.06.2004

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