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Bibliographische Angaben zur Publikation

Museum - multimedial und barrierefrei: Elektronische Medien helfen, den Kulturauftrag von Museen auch für Menschen mit Behinderungen umzusetzen

Kultur- und Informationszugang für Menschen mit Behinderungen, Workshop im Rahmen der EVA Berlin, 6. November 2002



Sammelwerk / Reihe:

Bericht über den Workshop im Rahmen der EVA Berlin, 6. November 2002


Autor/in:

Bornemann-Jeske, Brigitte


Herausgeber/in:

BIT Design für Barrierefreie Informationstechnik GmbH


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, Online-Ressource, 2002


Jahr:

2002



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Abstract:


Barrierefreie Multimediaprodukte sind technisch machbar - dieses Ergebnis brachte der Workshop 'Kultur- und Informationszugang für Menschen mit Behinderungen' im Rahmen der EVA 2002 in Berlin.

Die vorgestellten Arbeiten zeigten die Geräte, Techniken und Prinzipien und nicht zuletzt eindrucksvolle Beispiele von behinderungsgerecht aufbereiteten Präsentationen in Text, Bild und tastbaren Medien. Noch nicht dabei waren Film- und Tondokumente, die bewegten Bilder, deren barrierefreie Gestaltung ein andermal thematisiert werden muss.

Die barrierefreie Gestaltung von multimedialen Museumsführern und Lehrmaterialien hilft Sinnesbehinderten, sich unser kulturelles Erbe besser als bisher selbstständig zu erschließen. Wie entwickeln wir nun dieses Potenzial, und wie bringen wir es in die Museen?

Einige der Referenten nutzten den Kongress zur Kontaktaufnahme mit möglichen Kooperationspartnern. Während die Vernetzung der Spezialisten gute Fortschritte machte, war das Interesse der Museumsfachleute zunächst noch vorsichtig abwartend. Um die Ideen für neue praktische Umsetzungsprojekte reifen zu lassen, wird noch mehr Information und Nachdenken erforderlich sein.

Die Basis des barrierefreien Museums kann allerdings heute schon gelegt werden: ein barrierefreier Internetauftritt. Die Homepage des Museums sollte zumindest in der Grundanlage barrierefrei strukturiert sein, so dass die Textinformationen für jedermann zugänglich sind. Hiermit ist schon viel gewonnen, wenigstens die Termine der speziellen Museumsführungen für Behinderte erreichen ihr Publikum.

Für die barrierefreie Gestaltung von Internetauftritten sind öffentliche Beratung und kompetente Dienstleister verfügbar. Ist ein solches Gerüst erst einmal geschaffen, sind barrierefreie Multimediapräsentationen die Highlights, die nach und nach eingebaut werden können. Ein Gedanke zum Abschluss: Barrierefreie Produkte sind nichts Exotisches, sondern universell nutzbar. Sie sind sogar ein qualitativer Sprung, wie das eingangs beschriebene Picasso-Beispiel beweist.

Das Prinzip des universellen Designs ist ein methodischer Fortschritt, dessen Potenzial für pädagogische Vermittlungsprozesse sich in der Zukunft noch vielfältig beweisen wird. Wer auch Sinnesbehinderte zu seinem Publikum zählt, entwickelt ein feineres Gespür für Grenzen des Wahrnehmens und Verstehens und findet neue Wege der Mitteilung. Das Ergebnis ist für jedermann ein Gewinn. Diese Erkenntnis kann uns Mut machen, wenn die Umsetzungsprozesse mal wieder länger dauern als erhofft. Qualität wird sich durchsetzen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Einzelne Beiträge des Sammelwerks | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


BIT Design für Barrierefreie Informationstechnik GmbH
Homepage: http://www.bit-informationsdesign.de/bite/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV0064


Informationsstand: 16.07.2004

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