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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen nach psychosomatischer Rehabilitation

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Höflich, Anke; Meyer, F.; Matzat, Jürgen


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 540-542, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Selbsthilfegruppen gewinnen in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung zunehmend an Bedeutung. Insgesamt geht man davon aus, dass in Deutschland 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Themen existieren. Auch für Menschen mit psychischen oder psychosomatischen Beschwerden existieren etwa 5.000 Gruppen, auch wenn sie in diesem Bereich weniger bekannt und akzeptiert sind.

Entsprechend steht die wissenschaftliche Erforschung von Selbsthilfegruppen bei psychisch Erkrankten noch am Anfang. Um weitere Erkenntnisse vor allem im Bereich der Nachsorge zu sammeln, wurden im Rahmen einer multizentrischen Studie 4.447 Patienten in fünf psychosomatischen Rehabilitations- oder Akutkliniken unter anderem zu ihren Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen vor, am Ende sowie ein Jahr nach der stationären Behandlung befragt.

Insgesamt nahmen etwa fünf Prozent der Patienten nach der Entlassung aus einer psychosomatischen Rehabilitation an einer Selbsthilfegruppe teil, zumeist in Kombination mit ambulanter Psychotherapie. Die meisten Patienten zeigten sich mit der Teilnahme zufrieden. Mit 59,5 Prozent gaben weit über die Hälfte von ihnen eine Besserung der psychischen Beschwerden an. Im Anschluss an eine Akutbehandlung nahmen fast doppelt so viele Patienten eine Selbsthilfegruppe in Anspruch, ebenfalls meist in Kombination mit ambulanter Psychotherapie. In dieser Gruppe gaben 57,6 Prozent eine Besserung der psychischen Beschwerden an.

Weiterhin zeigte sich, dass Patienten nach stationärer psychosomatischer Rehabilitation seltener eine poststationäre Selbsthilfegruppe in Anspruch nehmen als Patienten nach einer psychosomatischen Akutbehandlung. Weitere Forschungen sollten deshalb klären, warum dies so ist. Außerdem soll die erste Gruppe stärker auf die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Selbsthilfegruppen hingewiesen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137875


Informationsstand: 25.10.2007

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