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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Anspruch auf kenntnis- und fähigkeitsgerechte Beschäftigung nach § 81 Absatz 4 Satz 1 Nummer 1 SGB IX im Zusammenhang mit dem betrieblichen Eingliederungsmanagement

Vortrag auf dem Sechzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Beer, Maika


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 361-362, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Gemäß § 81 Absatz 4 des SGB IX haben schwerbehinderte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einen einklagbaren Anspruch auf die behinderungsgerechte Gestaltung und Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. Dabei können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auch zu einer Umgestaltung der Arbeitsorganisation und des Arbeitsumfeldes verpflichtet werden, sofern im Betrieb die Möglichkeit der Aufgabenumverteilung besteht.

Die Darlegungslast liegt bei dem schwerbehinderten Arbeitnehmer oder der schwerbehinderten Arbeitnehmerin. Er oder sie muss angeben, welche Beschäftigungsmöglichkeiten seinen bzw. ihren Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechen. Dadurch wird deutlich, ob die Notwendigkeit einer Umorganisation der Arbeitsabläufe besteht.

Ist die Erfüllung des Anspruchs auf die behinderungsgerechte Gestaltung für die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber nicht zumutbar oder mit unverhältnismäßigen Aufwendungen verbunden, so kann dieser die Einrede geltend machen (§ 81 Absatz 4 Satz 3 SGB IX). Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber hat dabei konkrete Schätzungen über die Kosten der Umorganisation vorzulegen, da die bloße Behauptung nicht ausreicht. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber soll mit den Rehabilitationsträgern Absprachen über eine Kostenübernahme der Maßnahmen treffen, wobei die Absprachen im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements erfolgen können.

Ein betriebliches Eingliederungsmanagement ist dann von Arbeitgeberinnen oder Arbeitgebern einzuleiten, wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig sind. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber klärt mit der zuständigen Interessenvertretung sowie gegebenenfalls mit der Schwerbehindertenvertretung, mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen Person die Möglichkeiten, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden und mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann.

Der Dialog mit den fachkundigen Stellen (Rehabilitationsträgern, Integrationsamt) zeigt den Beteiligten mögliche Lösungen auf.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 164 SGB IX Pflichten des Arbeitgebers und Rechte schwerbehinderter Menschen | REHADAT-Recht
Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137869


Informationsstand: 16.10.2007

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