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Bibliographische Angaben zur Publikation

Anpassung des Erwerbsminderungsrentenverfahrens an die Anforderungen des SGB IX

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Wellmann, Holger; Schian, Marcus; Hetzel, Christian [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 312-313, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Bei der Beantragung von Sozialleistungen wegen oder unter Berücksichtigung einer Behinderung sind nach § 8 SGB IX die Rehabilitationsträger dazu aufgefordert, den Rehabilitationsbedarf trägerübergreifend zu prüfen. Die Autoren zeigen am Beispiel des Erwerbsminderungsrentenverfahrens (EM-Verfahren) auf, wie die Vorschrift in die Praxis umgesetzt werden kann.

Zuerst wurde das Verfahren der Antragsaufnahme erweitert, wobei die Antragsteller intensiver als bisher über Leistungen zur Teilhabe informiert, sensibilisiert und bei Bedarf zur Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen motiviert werden sollen. Mit dem Ziel der Identifizierung von Rehabilitationsbedarf soll der Rentenversicherungsträger eine breitere Entscheidungsbasis für eine Bewilligung oder Ablehnung des Antrags auf EM-Rente erhalten. Zudem wurden die Versicherten im Falle einer Ablehnung der EM-Rente im Anschreiben auf die Möglichkeiten von Leistungen zur Teilhabe hingewiesen. Beide Projektstränge wurden mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland umgesetzt.

Im ersten Projektstrang wurde das Antragsverfahren sowohl um rehabilitative Aspekte (Modul 1) als auch um ein halbstandardisiertes Leitfadeninterview mit 22 Items (Modul 2) erweitert. Von Januar bis Juni 2006 wurden 121 EM-Anträge in Form des erweiterten Verfahrens aufgenommen. Im zweiten Strang wurden 2000 Versicherte mit abgelehnten EM-Anträgen auf dem Postwege über Leistungen zur Teilhabe informiert. Die gleichgroße Kontrollgruppe wurde nicht angeschrieben. Beide Gruppen erhielten drei Monate nach Erhalt des ablehnenden Bescheids einen Fragebogen.

Für die Berater war die Anwendbarkeit der Module gewöhnungsbedürftig, doch erleichterte das strukturelle Vorgehen. Der Leitsatz - Reha vor Rente - konnte stärker hervorgehoben werden. Es gingen acht bewilligte Anträge auf Leistungen zur Teilhabe aus dem EM-Verfahren hervor. Die Auswertung des zweiten Stranges steht noch aus.

Der organisatorische Aufwand ist überschaubar, doch eine regelmäßige Durchführung wäre mit einem intensiven Personalbedarf verbunden. Eine dauerhafte Integration in den EM-Verfahrensablauf ist noch zu diskutieren. Eine Übertragbarkeit der Module auf andere Rentenversicherungsträger ist gegeben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137860


Informationsstand: 02.10.2007

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