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Bibliographische Angaben zur Publikation

Einfluss personaler Faktoren auf Bewerbungsaktivitäten und Integrationserfolg von Umschulungsteilnehmerinnen und -teilnehmern

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Schmidt, Christof


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 294-297, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Der Übergang von einer Rehabilitationsmaßnahme in ein Unternehmen wird von personalen und situativen Faktoren beeinflusst. In der Studie werden die Faktoren untersucht, die sich auf die vermittlungsorientierte Aktivierung der Umschüler auswirken und die sich durch Training und Beratung beeinflussen lassen. Der Einfluss psychosozialer Faktoren auf den Prozess der Stellensuche im Anschluss an eine Rehabilitationsmaßnahme ist gewiss.

In der Untersuchung wurden 308 Umschüler kaufmännischer Ausbildungsgänge in sieben Berufsförderungswerken (BFW) befragt. Ein Jahr nach Abschluss der Umschulung konnte die Hälfte der Teilnehmer ein weiteres Mal befragt werden. Es wurden jeweils verschiedene Selbstkonzeptskalen, die soziale Einbindung beziehungsweise Unterstützung sowie die Bewerbungsaktivitäten und der Erfolg bei der Stellensuche ermittelt.

Die Gesamtgruppe wurde für die Auswertung in sechs Untergruppen eingeteilt. Zu den Kriterien zählten die Anzahl der verschickten Bewerbungen, die geführten Vorstellungsgespräche sowie eine bereits vorliegende Arbeitsplatzzusage.

Die bewerbungs- und berufsspezifischen Selbstkonzepte sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Aktive und erfolgreiche Rehabilitanden verfügen normalerweise auch über ein handlungsorientiertes Selbstkonzept. Die Gruppe A (die Passiven), welche etwa 1/6 der Befragten ausmacht, setzen sich nur gedanklich mit dem Thema Bewerbung auseinander. Konkrete Bewerbungsaktivitäten bleiben dabei aus. Gruppe B (die Unentschlossenen) ist unterdurchschnittlich aktiv, wobei die Aktivitäten noch nicht zu einem Erfolg geführt haben. Gruppe C (die erfolglos Überaktiven) zeigt überdurchschnittliche Bewerbungsaktivitäten, doch kommen keine Vorstellungsgespräche zu Stande. In der Gruppe D und E (die aktiv Erfolgreichen) haben die Aktivitäten bereits zu Vorstellungsgesprächen geführt. Sie benötigen durchschnittlich sieben Bewerbungen für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Mitglieder der F-Gruppe (die effizient Erfolgreichen) führten Vorstellungsgespräche und hatten bereits eine Arbeitsstelle, trotz unterdurchschnittlicher Bewerbungsaktivitäten.

Als Leistungsindikator für eine erfolgreiche Prozessgestaltung der Stellensuche kann das Verhältnis von verschickten Bewerbungen zu geführten Vorstellungsgesprächen ausgelegt werden. Umschüler mit hoher beruflicher Selbstwirksamkeit und einer proaktiven Einstellung sind tendenziell erfolgreicher. Psychologische Variablen können den Erfolg der F-Gruppe jedoch nicht ausreichend erklären. Die Auswertung der zweiten Befragung, die hierfür wertvolle Anhaltspunkte liefern kann, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht abgeschlossen. Die bisherigen Ergebnisse weisen auf Ansatzpunkte für eine stärker vermittlungsorientierte Aktivierung hin. Zudem ist eine Zielgruppendifferenzierung der Aktivierungsstrategie nötig.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137852


Informationsstand: 19.09.2007

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