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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zusammenhänge zwischen subjektivem und objektivem Rehabilitationserfolg: Zur Vorhersagbarkeit der Rentenantragstellung über Ergebnisse der Rehabilitandenbefragung und ärztliche Leistungsbeurteilungen

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Widera, Teresia; Beckmann, Ulrike


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 200-202, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Nach § 9 SGB VI erbringt die Rentenversicherung Leistungen zur medizinischen Rehabilitation mit dem Ziel einer dauerhaften Wiedereingliederung des Rehabilitanden. Mit den Ergebnissen der Rehabilitandenbefragung, den ärztlichen Reha-Entlassungsberichten und der Reha-Statistik-Datenbasis (RSD) verfügt die Rentenversicherung über Instrumente, die eine Analyse der Rehabilitations- und Berentungsgeschehen im Zusammenhang ermöglichen und dabei zwischen Angaben des Rehabilitanden, objektiven Aussagen des Arztes und prozessproduzierten Verwaltungsdaten zum weiteren Erwerbsverlauf der Versicherten nach der Rehabilitation zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund wurden unter anderem die Fragen untersucht, ob es möglich sei, mit den Angaben des Rehabilitanden und denen des Arztes die Rehabilitanden zu identifizieren, die innerhalb von sechs Monaten nach der Rehabilitation einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen und wie hoch die Trefferquote sei.

Stichprobenartig untersucht wurden Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund, die im Jahr 2005 ihre Rehabilitation abgeschlossen haben. Es wurden die Ergebnisse der Rehabilitandenbefragung in den somatischen Indikationsbereichen ausgewertet und die dazugehörigen Entlassungsberichte der Rehabilitanden analysiert. Außerdem wurden die anonymisierten Rentendaten dazugespielt. Die Vorhersage der Rentenantragstellung über Ergebnisse der Rehabilitandenbefragung und ärztliche Leistungsbeurteilungen basiert auf dem Verfahren der Diskriminanzanalyse.

In den Ergebnissen zeigt sich, dass 83 Prozent der innerhalb von sechs Monaten nach der Rehabilitation gestellten Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente richtig vorhergesagt werden. Ein positives Gesamturteil zur Reha wird vor allem dann gezogen, wenn beispielsweise die Rehabilitationseinrichtung dem Patienten zusagt und die Abstimmung der Reha-Ziele zwischen Arzt und Patienten gelingt.

Insgesamt erweisen sich Patientenurteile als in die Diskriminanzfunktion einbezogene Variable zur Vorhersage der Antragstellung auf eine Erwerbsminderungsrente. Die Ergebnisse sollten bei der Ausgestaltung der Rehabilitation berücksichtigt werden, um einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben noch stärker entgegenzuwirken.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

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Referenznummer:

R/GL137818


Informationsstand: 06.08.2007

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