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Bibliographische Angaben zur Publikation

Konzeption und erste empirische Überprüfung eines ICF-orientierten Verfahrens zur Einschätzung des Teilhabepotenzials auch für Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Greve, Jörn; Schmidt, Christof


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 94-95, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Die Verfasser betonen, dass eine Einschätzung des Teilhabepotenzials eine Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation in ihrer gesamten Vielfalt erforderlich mache. Zudem seien nicht nur krankheitsbedingte Defizite zu bewerten, sondern auch die Ressourcen der Person.

Die ICF gebe einen Rahmen vor, womit die Herausforderung gegeben sei, die Interaktion von Person und Umwelt im Erhebungsverfahren in einer angemessenen Weise abzubilden. Dies werde im vorgestellten Ansatz durch ein Erheben und Verknüpfen der Daten zu dem Personen-/Umwelt-Gefüge auf drei unterschiedlichen Systemebenen (individuelle Fähigkeiten, soziale Interaktion und Arbeitsmarkt) versucht. Im ersten Schritt werden Fallanalysen für die empirische Überprüfung des Ansatzes herangezogen.

Die Verteilung der Fälle ergibt drei Subgruppen: Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen aus dem Förder- und Produktionsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen sowie Rehabilitanden der Rentenversicherungsträger (RV) mit einem Grad der Behinderung unter 40. Letztere kommen aus dem unmittelbaren Rehabilitationsprozess und werden auf Basis der RV-Akte bewertet.

Durch die Auswertungen können Aussagen zum Teilhabepotenzial, den Funktionsbereichen mit prospektivem Förderbedarf beziehungsweise absehbaren Förderfaktoren in den kompensativen Funktionsfeldern getroffen werden. Der Funktionsstatus (FAS) oder auch das psychische Aktivitätsspektrum machen Aussagen zum Schweregrad (Problemeinstufung gemäß ICF) über den Summenscore möglich. Die Wertigkeit des angewandten Verfahrens lässt sich durch die jeweilig unterschiedlichen Summenscores der ausgewählten Gruppen der verschiedenen Reha-Sektoren ermitteln.

Zwischen den Rehabilitanden der Rentenversicherung und der ambulant oder quasi stationär betreuten Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung im WfbM-Förderbereich sowie der WfbM-Gruppe aus dem Produktionsbereich (WfbM) existiert ein deutlicher Unterschied. Die Personen im Produktionsbereich der WfbM nähern sich den Werten der RV-Gruppe und übertreffen diese teilweise. Daraus geht hervor, dass das entworfene Verfahren für eine trägerübergreifende Qualitätssicherung anzuwenden ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137809


Informationsstand: 24.07.2007

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