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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Aachener Profilmodul - ProMo: Erste Ergebnisse einer psychometrischen Evaluation mit einer Rasch-Analyse

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Gauggel, Siegfried; Hofmann, I.; Spijkers, Wilhelmus [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 138-140, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Ziel:

Die Qualitätssicherung und die Evaluation von Therapieerfolgen spielen im Gesundheitswesen eine immer größere Rolle. Um in beiden Bereichen Standards sichern und verbessern zu können, werden valide und reliable Messverfahren benötigt. Deshalb wurde das Aachener Profilmodul (ProMo) zur Evalution von beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen entwickelt und soll interdisziplinär die individuellen Stärken und Schwächen von Leistungsberechtigten erfassen. Damit soll der Rehabilitationsprozess effektiv und effizient gesteuert werden können. Zur Ermittlung der Effizienz von ProMo wurde die im Artikel vorgestellte Studie durchgeführt. Dabei lieferte das sogenannte Rasch-Modell einen messtheoretischen Rahmen für die optimale Konstruktion und Überprüfung eindimensionaler psychometrischer Skalen.

Methodik und Studiendesign:

Anhand des ProMos wurden 89 Leistungsberechtigte beurteilt, die vier Qualifizierungsmaßnahmen eines Berufsförderungswerkes bereits abgeschlossen hatten. Pro Qualifizierungsmaßnahme beurteilten zwei Ausbilder unabhängig voneinander im Rückblick die Teilnehmer. Sie durften dazu alle Unterlagen über die Leistungsberechtigten nutzen. Insgesamt gingen 178 Beurteilungen in die Auswertung ein.

Ergebnisse:

Die Auswertung der gewonnenen ProMo-Daten erfolgte anhand der Rasch-Analyse. Die Ergebnisse dieser Analyse weisen auf sehr gute psychometrische Eigenschaften und eine sehr hohe Zuverlässigkeit des ProMo hin. Mit Hilfe des Profilmoduls können mehr als drei Rehabilitandengruppen mit unterschiedlichem Fähigkeitsniveau sicher unterschieden werden. Genauso können circa sechs Itemgruppen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sicher voneinander abgegrenzt werden. Dies spricht dafür, dass ProMo sowohl sehr fein zwischen Personen und Ausprägung ihrer Schlüsselqualifikationen differenzieren kann, als auch im Gebrauch der Beurteilungskategorien konsistent ist. Die verschiedenen Abstufungen der Beurteilungsskala steigen monoton an. Es gibt keine Überschneidungen zwischen den einzelnen Kategoriefunktionskurven.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das ProMo sehr präzise und reliabel im mittleren Bereich der Merkmalsausprägungen differenzieren kann. An einer weiteren Differenzierung im oberen und unteren Merkmalsausprägungsbereich wird gearbeitet.

Ausblick:

In einer weiteren Studie wird angestrebt
1. die statistische Güte des Messinstruments zu sichern,
2. verschiedene Rehabilitandengruppen zu identifizieren (beispielsweise Profile für unterschiedliche Störungsbilder)
3. Profile für gefährdeten Ausbildungen darzustellen und die prognostische Validität des Verfahrens zu bestimmen.

Ein Instrument, welches die oben genannte Ziele erfüllt, würde die Bedürfnisse einzelner Personen genauestens erfassen und seine Erschaffung wäre deshalb höchst wünschenswert.
Derzeit ist eine möglichst genaue Erfassung dieser Aspekte nur durch diagnostisches Vorgehen mittels probalistischer Testmethoden möglich.

Fazit:

In Bezug auf das Aachener Profilmodul zeigt sich ein effizientes Verhältnis von Zeitaufwand und Informationsgewinn, was dafür spricht, den Einsatzbereich von ProMo auszuweiten. Den Leistungsberechtigten kann es Hilfe zur Selbsteinschätzung dienen und ihnen somit bei der Strukturierung und Effizienz ihres Rehabilitationsprozesses behilflich sein. Für zukünftige Entwicklungen sollten Untersuchungen zur Normierung sowie die Optimierung der Evaluierung des Praktikums- und Vermittlungsmoduls im Vordergrund stehen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x43


Informationsstand: 08.06.2006

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