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Bibliographische Angaben zur Publikation

Einflussfaktoren auf die Wiedereingliederung nach einer beruflichen Bildungsmaßnahme

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Erbstößer, Sabine; Bestmann, Anja; Grünbeck, Peter [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 92-94, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Berufliche Bildungsmaßnahmen werden durchgeführt, um von Erwerbsunfähigkeit bedrohten Menschen die Rückkehr ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist neben der Bildungsmaßnahme von weiteren Faktoren abhängig. Es wurde bereits dargelegt, dass sowohl die Lage auf dem Arbeitsmarkt als beispielsweise auch Alter oder die Art der Erkrankung einen Einfluss auf die Weidereingliederung ausüben. Mittels multivariater Analysen wurden ebenfalls Einflussfaktoren wie die Form des Zusammenlebens, Alter und Geschlecht extrahiert.

Ziel des Beitrags ist es, den Einfluss verschiedener potenzieller Faktoren anhand von prozessproduzierten Routinedaten der Rentenversicherung Bund darzustellen. Als potenzielle Einflussfaktoren wurden unter anderem Alter, Geschlecht, Erwerbsstatus vor Antragstellung und Art der Bildungsmaßnahme herangezogen. Betrachtet werden alle Versicherten der Rentenversicherung Bund, die im Jahr 2001 eine Leistung zur beruflichen Bildung in Anspruch genommen haben.

Etwa 50 Prozent aller Rehabilitanden mit Maßnahmeabschluss im Jahr 2001 haben eine Vollausbildung, etwa 24 Prozent eine Qualifizierung und 26 Prozent eine Integrationsmaßnahme absolviert. 30 Prozent dieser Maßnahmen wurden in einem Berufsförderungswerk durchgeführt, mit einer durchschnittlichen Maßnahmendauer von 412 Tagen. 75 Prozent der Rehabilitanden, von denen 50 Prozent Männer sind, schlossen die Maßnahme mit Erfolg ab.

Insgesamt 49 Prozent der Rehabilitanden sind zwei Jahre nach der beruflichen Rehabilitation pflichtversichert beschäftigt. Je nach betrachteter Subgruppe ändert sich dieser Anteil. Eine wichtige Rolle spielen außerdem Art der Ausbildung und das Ergebnis der Abschlussprüfung. Absolventen einer Vollausbildung sind nach zwei Jahren häufiger erwerbstätig, ebenso diejenigen, die die Maßnahme mit Erfolg abgeschlossen haben. Ein weiterer zu beachtender Einflussfaktor ist die regionale Arbeitsmarktlage am Wohnort der Rehabilitanden.

Die vorliegenden Ergebnisse wurden im Rahmen der Entwicklung einer Qualitätssicherung von beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen ermittelt. Um die Ergebnisse von beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen angemessen beurteilen zu können, ist die Berücksichtigung der maßgeblichen Einflussfaktoren empfehlenswert. So ließen sich außerdem problematische Rehabilitandengruppen zu ermitteln und spezifische Maßnahmen zur Erhöhung der Wiedereingliederung zu entwickeln.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x32


Informationsstand: 06.06.2006

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