Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitationsträgerübergreifende Messung der Ergebnisqualität von beruflichen Bildungsmaßnahmen

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Bestmann, Anja; Erbstößer, Sabine; Rothe, Günter [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 90-92, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Um eine dauerhafte Eingliederung der Rehabilitanden in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen, leisten die Rehabilitationsträger, Unfallversicherung (UV), Bundesagentur für Arbeit (BA) und Gesetzliche Rentenversicherung nach SGB IX berufliche Bildungsmaßnahmen.

Trotz der Unterschiede, welche die Teilnehmer aufweisen, ist eine trägerübergreifende Messung der Ergebnisqualität sinnvoll. Ein Grund hierfür ist die Verständigung auf einen Erfolgsbegriff und gemeinsame Einflussfaktoren, was Vergleiche ermöglicht. Außerdem zielt das rehabilitationsträgerübergreifende Konzept auf die vollständige Erfassung aller Teilnehmer einer Einrichtung und bietet somit die Basis für umfassende Rückmeldungen von Qualitätsindikatoren an die Einrichtungen und Rentenversicherungsträger.

In Zusammenarbeit mit den Vertretern von Berufsförderungs- und Bildungswerken erarbeiten die Rehabilitationsträger das trägerübergreifende Konzept zur Messung des Erfolgs von beruflichen Bildungsmaßnahmen. Die Datenauswertung mit Einrichtungsvergleichen und Rückmeldung der eigenen Ergebnisse sind zentrale Inhalte des Konzepts.

Der Beitrag soll die rehabilitationsträgerübergreifenden Ergebnisse vorstellen. Als Grundlage der Auswertung dienen prozessproduzierte Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung und der Unfallversicherung. Die Rehabilitanden beruflicher Bildungsmaßnahmen der Rentenversicherung sind zu 74 Prozent männlich mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren. Der Anteil männlicher Rehabilitanden liegt bei der Unfallversicherung bei 75 Prozent und das Durchschnittsalter beträgt 29 Jahre. Eine Leistung zur beruflichen Bildung absolvieren die Rehabilitanden der Rentenversicherung überwiegend aufgrund von Diagnosen der Bewegungsorgane, die der Unfallversicherung hauptsächlich wegen Arbeits- und Wegeunfälle.

Hinsichtlich des Maßnahmenabschlusses zeigt sich für die Gesetzliche Rentenversicherung, dass im Jahr 2000 58 Prozent der Teilnehmer erfolgreich abschließen, bei der gewerblichen Unfallversicherung wurden 84 Prozent der Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen. Für eine Auswertung von Versicherten der Rentenversicherung zeigt die kumultative Betrachtung der Erstbeschäftigung, dass nach 12 Monaten 70 Prozent zumindest einmal beruflich eingegliedert waren, bei der Unfallversicherung waren es zu diesem Zeitpunkt 81 Prozent.

Um eine umfassende trägerübergreifende Qualitätssicherung beruflicher Bildungsmaßnahmen zu ermöglichen, werden vergleichende Daten der Bundesagentur für Arbeit benötigt, denn nur wenn tatsächlich alle Rehabilitationsträger das Konzept umsetzen, kann es seine Ziele erreichen. Um beispielsweise Alter und Erwerbsstatus bei einer Rückmeldung an die Einrichtung entsprechend zu berücksichtigen, müssen diese Faktoren weiterhin auf das Maßnahmenergebnis und die berufliche Wiedereingliederung in die Analyse einbezogen werden. Unerlässlich bei der Analyse der beruflichen Eingliederung ist vor allem die Berücksichtigung regionaler Arbeitslosenquoten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x30


Informationsstand: 06.06.2006

in Literatur blättern