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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesundheitsassoziierte berufliche Problemlagen von Rehabilitanden und ihr Einfluss auf den Einsatz arbeits- und berufsbezogener therapeutischer Leistungen

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Thode, Nicole; Radoschewski, Friedrich Michael; Müller-Fahrnow, Werner [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 33-35, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Zielsetzung für die Leistungen der medizinischen Rehabilitation ist die Gewährleistung der Teilhabe am Erwerbsleben. Gegenwärtig ist allerdings ein nicht ausreichender Einsatz von arbeits- und berufsbezogenen Leistungen in der somatischen Rehabilitation festzustellen.

Die Fragestellung lautet aus diesem Grund, in welchem Maße die Ausprägung gesundheitsassoziierter beruflicher Problemlagen der Rehabilitanden Einfluss auf den Einsatz arbeits- und berufsbezogener Leistungen in den medizinischen Rehabilitationseinrichtungen haben.

Die Analyse erfolgte im Rahmen des Projektes PORTAL. Anonymisierte verknüpfte Daten der Entlassungsberichte und Patientenbefragung von potenziell erwerbstätigen Rehabilitanden aus zahlreichen stationären Rehabilitationseinrichtungen wurden hierzu verwendet. Die KTL-codierten Leistungen wurden unter anderem als Indikatoren für die Umsetzung beruflicher Orientierung in der medizinischen Rehabilitation verwendet. In der multivariaten Analyse wurde auf Rehabilitandenebene untersucht, welche Faktoren den Einsatz von arbeits- und berufsorientierten Leistungen erklären.

Die Ergebnisse zeigen, dass fast 30 Prozent der Rehabilitanden besondere berufliche Problemlagen aufweisen und es in ebenso vielen Fällen zum Einsatz berufsorientierter Maßnahmen kommt. Der Einsatz arbeits- und berufsorientierter Maßnahmen hängt nach multivariaten Analysen deutlich von den Kliniken ab.

Der Abbildung ist zu entnehmen, dass in Einrichtungen mit Anteilen von Rehabilitanden mit stark ausgeprägten beruflichen Problemlagen von unter 10 Prozent häufig überhaupt keine arbeits- und berufsbezogenen Maßnahmen durchgeführ werden. Auch in Kliniken mit einem hohen Anteil erhalten nur in einzelnen Fällen alle beruflich stark eingeschränkten Rehabilitanden entsprechende Leistungen.

Insgesamt wird deutlich, dass zwar eine verstärkte Aufmerksamkeit gegenüber beruflichen Problemlagen zu erkennen ist, der Einsatz arbeitsbezogener Therapiekonzepte jedoch noch nicht ausreicht.

In einer weiteren Studienphase, in deren Rahmen die Einrichtungen befragt werden, wird man untersuchen, welche Faktoren eine besondere arbeits- und berufsbezogene Ausrichtung der Rehabilitationseinrichtungen bedingen. Der Schwerpunkt wird hierbei auf der Sichtweise und den Konzepten der Kliniken sowie dem erreichten Entwicklungs- und Planungsstand liegen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x06


Informationsstand: 26.05.2006

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