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Bibliographische Angaben zur Publikation

Anforderungs- und Fähigkeitsprofile in der medizinischen Rehabilitation bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen

Vortrag auf dem Vierzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 28. Februar bis 2. März 2005 in Hannover



Autor/in:

Fehr, Manuela; Slesina, Wolfgang


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2005, Sonderausgabe, Seite 254-255, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst


Jahr:

2005



Abstract:


Um die Erwerbsfähigkeit zu sichern und die Rückkehr zur Arbeit zu stärken, integriert die medizinische Rehabilitation zunehmend berufsorientierte Komponenten in ihre Maßnahmen. Verfahren des Vergleichs von Anforderungs- und Fähigkeitsprofilen bilden hierbei einen wichtigen Ansatz. Eine eigene Interventionsstudie prüfte die Hypothese, dass detaillierte Informationen für Reha-Ärzte über die spezifischen beruflichen Anforderungen und berufsbezogenen Überforderungen der Rehabilitanden das Reha-Outcome und die Rate der Berufsrückkehr im Vergleich zur bisherigen Reha erhöhen.

Konsekutiv wurden LVA-versicherte Rehabilitanden (maximal 55 Jahre, erwerbstätig oder maximal ein Jahr erwerbslos) mit der Indikation degenerative Wirbelsäulenerkrankung aus zwei Reha-Klinken in Sachsen-Anhalt einbezogen. Es lag ein quasi-experimentelles Design mit einer Interventionsgruppe und einer Vergleichsgruppe ohne Intervention zugrunde.

Sowohl in der Interventionsgruppe als auch in der Vergleichsgruppe ergaben sich signifikante Verbesserungen von Reha-Beginn bis Reha-Ende bei der körperlichen Leistungsfähigkeit nach EAM (zum Beispiel bei Heben, Tragen, Hocken, körperlicher Dauerbelastung), ferner bei somatischen, psychischen und psychosozialen Merkmalen der Rehabilitanden (Schmerzen, vitale Erschöpfung, krankheitsbedingte Behinderung im Alltag, Ängstlichkeit, Reha-Gesamtstatus). Die meisten Werte verschlechterten sich bis 6 Monate nach der Reha wieder signifikant. Die Intervention erbrachte kein besseres Ergebnis als in der Vergleichsgruppe. Auch die Häufigkeit der Rückkehr in das Erwerbsleben (um 75 Prozent) unterschied sich für die zu Reha-Beginn Erwerbstätigen nicht signifikant zwischen Interventions- und Vergleichsgruppe.

Das Interventionsergebnis weicht von den positiven Erfahrungen mit Methoden des Anforderungs-Fähigkeits-Profilvergleichs anderer Projekte ab. Somit stellt sich für die Autoren folgende Frage: was sind die Voraussetzungen für die konsequente Umsetzung einer medizinisch-berufsorientierten Rehabilitation?

Eine Klärung erscheint wichtig, um eine optimale therapeutische Ausschöpfung berufsbezogener Assessment-Informationen zu ermöglichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL135929


Informationsstand: 05.04.2005

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