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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsbezug als Aufgabe der medizinischen Rehabilitation im Spiegel der KTL

Vortrag auf dem Vierzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 28. Februar bis 2. März 2005 in Hannover



Autor/in:

Irle, Hanno; Sommhammer, B.; Klosterhuis, Here


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2005, Sonderausgabe, Seite 251-253, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst


Jahr:

2005



Abstract:


Mit der stärkeren Fokussierung auf arbeits- und berufsbezogene Fragestellungen steht die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung vor wichtigen konzeptionellen Herausforderungen, um den veränderten Bedürfnissen der Rehabilitanden bei der (Re-)Integration ins Berufsleben Rechnung zu tragen. Neben der voraussichtlichen Heraufsetzung des Rentenzugangsalters ist auch eine Verschiebung der Belastungsfaktoren innerhalb der Arbeitswelt zu berücksichtigen. Während körperliche Beanspruchung eher in den Hintergrund tritt, wird eine Verstärkung der psychomentalen Belastung zum Beispiel durch Monotonie, mangelnden Entscheidungsspielraum und Angst vor Arbeitsplatzverlust diskutiert.

Der Erwerb arbeitsbezogener Bewältigungsstrategien als originäre Aufgabe der medizinischen Rehabilitation hat in den letzten Jahren zunehmende Bedeutung erlangt, um dem trägerspezifischen Anspruch 'Rehabilitation vor Rente' gerecht zu werden. Mit der seit 1997 kontinuierlich von der BfA eingeführten und fortentwickelten Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) ist inzwischen eine große Transparenz bei der Dokumentation der rehabilitativen Versorgung erzielt worden. Hier können berufsbezogene Leistungen sowohl indikationsübergreifend als auch indikationsspezifisch verschlüsselt werden.

Abschließend legen die Autoren dar, dass spezifische arbeitsplatzbezogene Problemlagen in der medizinischen Rehabilitation Berücksichtigung finden. Allerdings spiegelt sich der inhaltliche Anspruch der Rentenversicherung im kodierten arbeits- und berufsbezogenen Interventionsspektrum nicht vollständig wieder. Die Absolutzahlen der in Anspruch genommenen Leistungen muten insgesamt eher mäßig an. Neben Mängel der Dokumentation kommen als Ursache auch strukturelle Defizite in Betracht. Bei der vorgesehenen Überarbeitung der KTL sollte der bislang enge Indikationsbezug gelockert werden, um eine adäquate Abbildung des Leistungsspektrums auch für die somatische Rehabilitation zu ermöglichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/GL135928


Informationsstand: 04.04.2005

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