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Bibliographische Angaben zur Publikation

Monetäre Kosten-Nutzen-Analyse von Fachdiensten von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Expertise im Rahmen des Forschungsauftrags Unterstützte Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen



Sammelwerk / Reihe:

Argument - Sonderbände zum Schwerbehindertenrecht, Band 3


Autor/in:

Barlsen, Jörg; Bungart, Jörg; Hohmeier, Jürgen [u. a.]


Herausgeber/in:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) - Hauptfürsorgestelle


Quelle:

Münster: Eigenverlag, 1997, 1. Auflage, 48 Seiten: DIN-A4, Broschur


Jahr:

1997



Abstract:


Die Fragestellung/Zielsetzung der Kosten-Nutzen-Analyse war, herauszufiltern, welche monetären Kosten und Nutzen insgesamt und für wen bei der Vermittlung von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt entstehen.

Untersuchungsgegenstand waren sechs Integrationsfachdienste, die im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe/ Hauptfürsorgestelle seit Ende 1994 unter Bezug auf das Konzept der Unterstützten Beschäftigung Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln.

Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich über das erste Jahr nach Abschluss einer für jeden Integrationsfachdienst berücksichtigten Einarbeitungsphase von sieben Monaten.

Im Folgenden werden kurz die Ergebnisse zusammengefasst:
Nach dem zugrundegelegten Kosten-Nutzen-Modell amortisiert sich die Vermittlung eines Klienten im Durchschnitt nach circa 2,8 Jahren. Nach fünf Jahren werden kumulierte Kostenvorteile für die beteiligten Leistungsträger in Höhe von circa 61.000,- DM realisiert. Die Kosten einer Vermittlung werden hauptsächlich von der Hauptfürsorgestelle und in den ersten drei Jahren von der Arbeitsverwaltung getragen. Gewinne erwirtschaften vor allem die Überörtilchen beziehungsweise Örtlichen Sozialhilfeträger.

Die Vermittlungen sind zwar die Basis der ökonomischen Effizienz eines Fachdienstes. Die Summe der erwirtschafteten Erlöse sowie das Ausmaß der Kostenvorteile sind aber entscheidend von weiteren Faktoren abhängig:
- vom beruflichen Status des Klienten vor der Vermittlung durch den Integrationsfachdienst,
- von der Wohnsituation des Klienten,
- von den Förderkonditionen (Lohnkostenzuschüsse und Leistungen nach § 27 der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung),
- von den investiven Kosten und den Kosten für zusätzliche Job Coaches,
- vom Gehalt des Klienten,
- davon, ob der Arbeitgeber eine Ausgleichsabgabe zu entrichten hatte.

Im Resümee zeigt die Analyse, dass die Integrationsfachdienste nicht nur einer erheblichen Anzahl von Menschen mit Behinderungen einen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt und damit neue Lebensperspektiven eröffnen, sondern sich auch in ökonomischer Hinsicht rechnen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Monetary cost-benefit analysis of specialist services for people with mental impairments on the general job market


Abstract:


The question/aim of this cost-benefit analysis was which monetary costs and benefits arise altogether and for whom, in the placement of people with mental disabilities onto the general job market.Investigation object was six integration specialist services commissioned by the district organisation Westphalia-Lippe/main welfare office from the end of 1994, with regard to the concept of 'supported employment' for placing people with mental disabilities onto the first job market.

The investigation period spread over the first year following the completion of an introductory phase of seven months taken into account for each integration specialist service The results are briefly summarised in the following:

According to the underlying cost-benefit-model, the placement of a client on average pays off after approx. 2, 8 years. After five years the cumulative cost advantages for the mainly involved supporters realised the amount of approx. 61.000,-DM. The costs of a placement are mainly carried by the main welfare office and the work administration. Profits are gained mainly by the superregional or local social welfare supporters.The placements are the basis of the economic efficiency of a specialist service.

The sum of the proceeds gained or the degree of cost advantages are important but dependent on further factors:
- the vocational status of the client before the placement through the integration specialist service,
- the accomodation situation of the client,
- the support conditions (wage cost contributions and benefits according to paragraph 27 of the severely disabled law equalisation expense regulations),
- from the investment costs and the costs for extra job coaches,
- from the wages of the client,
- whether the employer has had to pay the equalisation costs.

In summary, the analysis shows that the integration specialist services not only allow access to the general job market for a considerable number of people with disabilities, thus opening a new life perspective but also pay off economically.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
LWL-Inklusionsamt Arbeit
Homepage: https://www.lwl-inklusionsamt-arbeit.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL0972


Informationsstand: 14.01.1998

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