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Bibliographische Angaben zur Publikation

Entwicklung einer Marketing-Konzeption der Werkstätten für Behinderte

Teil B, Methodik und empirische Einzelbefunde



Autor/in:

Arnold, Ulli


Herausgeber/in:

Universität Würzburg


Quelle:

Würzburg: Eigenverlag, 1990, 197 Seiten


Jahr:

1990



Abstract:


Die Werkstätten für Behinderte (WfB) in der Bundesrepublik Deutschland sind so konzipiert, dass sie ihre Arbeitsergebnisse als Anbieter im Marktwettbewerb verwerten müssen. Am Markt erzielte Umsatzerlöse sind die wesentlichen Finanzierungsquellen für Entgeltzahlungen an die behinderten Mitarbeiter.

Es gibt berechtigte Zweifel daran, ob das 'klassische Standbein' von WfB, die Lohnauftragsfertigung, in der Zukunft stabil genug sein wird, um auch neu zu schaffende Arbeitsplätze auslasten zu können. Manche Trends deuten gar darauf hin, dass dieser Leistungsbereich infolge struktureller Veränderungen der volkswirtschaftlichen Arbeitsteilung zurückgehen wird.

Beschäftigung können WfB auch dadurch schaffen, dass sie sich stärker dem Bereich der Eigenprodukte zuwenden. In diesem Falle müssen die Werkstätten von der Neuproduktidee bis hin zur Vertriebslogistik alle Marketingprobleme in eigener Verantwortung lösen. Mit anderen Worten: Sie tragen das ungeschmälerte Marktrisiko für ihre Aktivitäten.

Zweifel sind angebracht, ob die WfB gegenwärtig dafür ausreichend gerüstet sind. Aus diesen Überlegungen heraus wurde von Herrn Prof. Dr. Dr. habil. Arnold im Auftrag des BMA eine Untersuchung über die Marketingprobleme und -möglichkeiten für Eigenprodukte durchgeführt. In Teil B werden die einzelnen Untersuchungsschritte methodisch erläutert und die Empirie im Detail dargestellt. Im Anhang sind Hilfsmittel der Datenerhebung dokumentiert.

Darüber hinaus zeigen die Untersuchungsbefunde laut Herrn Arnold dringenden Handlungsbedarf in Feldern auf, die außerhalb des Einflusses der einzelnen WfB liegen.

Folgende Stichworte umreißen die Schwerpunkte:
- Entwicklung von Bausteinen für die Qualifizierung von Mitarbeitern für Marketingaufgaben;
- Gestaltung eines Anreizsystems, das auch unternehmerische Risiken in WfB honoriert;
- Schaffung 'günstiger Voraussetzungen' für WfB Kooperationen;
- gemeinsame Anstrengungen aller WfB, um ihre Aufgaben, insbesondere ihre Leistungsfähigkeiten als Anbieter der Öffentlichkeit besser bekanntzumachen.

Die Werkstätten werden von den Umweltbedingungen, die gegenwärtig in der Bundesrepublik, im EG-Bereich und in Osteuropa zu beobachten sind nicht unberührt bleiben. Der Autor hofft, dass die Untersuchungsergebnisse Stimulus und Hilfe zugleich bei der erforderlichen Zukunftsorientierung von WfB sein können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Teil A der Studie




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Universität Würzburg
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Absatz und Konsumwirtschaft
Sanderring 2
8700 Würzburg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/FB0061B


Informationsstand: 29.06.2020

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