Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Abschlussbericht zum Modellprojekt des BMA: Beschäftigungs-/Integrationsprojekte - -firmen, -betriebe, -abteilungen

Zusammenfassungen und Empfehlungen (A.) Abschlussbericht (B.)



Sammelwerk / Reihe:

Forschungsberichte des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, Band F298


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS); Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte gGmbH (FAF)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2002, 344 Seiten


Jahr:

2002



Abstract:


Die wissenschaftliche Begleitung des Modellversuches legt mit ihrem zweiteiligen Abschlussbericht Ergebnisse in aufbereiteter Form dem Auftraggeber BMA und dem Projektbeirat vor.

Im ersten Teil A 'Zusammenfassungen und Empfehlungen' werden auf Basis der Auswertung der Erfahrungen in den 16 Modellprojekten, welche ausführlicher im Teil B dargestellt sind, und unter Hinzuziehung von Erfahrungen der FAF aus der Beratung und Begleitung von Integrationsprojekten Aussagen und Vorschläge gemacht, wie eine zukünftige Konzeption der Integrationsprojekte zu gestalten ist (Erwerbswirtschaftliche Orientierung, Zielgruppe, Verfahren bei der Einstellung, Teilzeitarbeitskräfte <15 Wochenstunden, Lohnniveau und -struktur, Aufgaben der Integrationsprojekte: Beschäftigung - berufliche Weiterbildung - Betreuung und Integrationsgestaltung - Hilfestellung bei der Vermittlung in andere Betriebe, Struktur der Integrationsprojekte und Größe, Beteiligung der gewerblichen Wirtschaft, Beirat und Integrationsausschuss).

Dabei wird Bezug genommen auf die gültigen, im SGB IX definierten gesetzlichen Grundlagen, die vorläufigen Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen sowie auf die vom BMA formulierten 'Vorläufigen Grundsätze'. Vorschläge zur Neuformulierung gesetzlicher Bestimmungen und Verordnungen sind eingearbeitet.

Die Vorschläge zur zukünftigen Förderung von Integrationsprojekten basieren zum einen auf einer regelhaften Förderung als Kombination der gegenwärtigen Instrumente des SGB III (insbesondere § 217f SGB III) und § 132 f SGB IX sowie der SchwbAV. Dabei erscheinen insbesondere inhaltliche Präzisierungen des besonderen Aufwandes und des innerbetrieblichen Betreuungsaufwandes sowie eine angemessene Förderung der Arbeitsplätze für die nichtbehinderten Mitarbeiter nötig.

Zum zweiten könnten ergänzende Förderungen zum Beispiel in Form einer Anschubfinanzierung als Motivation für potenzielle Gründer sowie als Unterstützung der Startphase die Zahl der Neugründungen deutlich erhöhen.

Drittens werden weitere flankierende Maßnahmen für erforderlich gehalten (Teilnahme an der gesetzlichen Lohnfortzahlungsversicherung für alle Arbeitnehmer des Integrationsprojektes, quantitative Verbesserung der Eingliederungshilfen für Integrationsprojekte) und erleichterte Möglichkeit der freien Vergabe von öffentlichen Aufträgen, was zunächst modellhaft zu erproben wäre.

Die Förderung von Integrationsprojekten aus öffentlichen Mitteln sollte aufgrund von Leistungsverordnungen erfolgen und nur dort, wo dies nicht möglich ist, als Festbetragsfinanzierung im Sinne der BHO. Die Integrationsämter sollten auch für die Förderung der Integrationsabteilungen und -betriebe zuständig sein; um eine höhere Zahl von Arbeitsplätzen und Integrationsprojekten fördern zu können, sollte ihre Mittelausstattung verbessert werden. Alle öffentlichen Förderungen sollten an das Vorliegen eines von neutraler Stelle überprüften Businessplans gekoppelt werden.

Im zweiten Teil des Abschlussberichtes (Teil B) geht es neben einer vergleichenden Betrachtung der Integrationsprojekte mit anderen arbeitsmarktpolitisch initiierten 'sozialen' Betrieben um die konkreten 16 Modellprojekte, ihre Konzeptionen und Erfahrungen. Untersucht und dargestellt werden unter anderem. die soziodemografischen Merkmale der Beschäftigten, die Integrationsleistungen, ausgewählte Aspekte der Personalentwicklung, Fragen der betrieblichen Strukturmerkmale und Aspekte der Unternehmensentwicklung. Ergänzt wird der Teil B durch die Darstellung der Ergebnisse einer ersten Bestandsanalyse der Integrationsprojekte und -firmen, welche in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter durchgeführt und im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung erhoben wurden.

Dabei wurden 247 Integrationsprojekte und -firmen identifiziert, welche zusammen 7.816 Mitarbeiter beschäftigen und insgesamt einen Umsatz von 261 Millionen DM erwirtschafteten. Die existierenden Projekte und Firmen sind bislang überwiegend dem Dritten Sektor zuzurechnen.



Die Veröffentlichung ist auch als CD-ROM erhältlich.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Publikationsversand der Bundesregierung
Homepage: https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

FB0081


Informationsstand: 08.07.2003

in Literatur blättern