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Bibliographische Angaben zur Publikation

Entwicklung und Evaluation eines modular aufgebauten Qualitätssicherungssystems zur Dokumentation für die Erfassung der Ergebnisqualität in der beruflichen Rehabilitation

Dissertation im Lehr- und Forschungsgebiet Psychologie mit dem Schwerpunkt Berufliche Rehabilitation an der Technischen Hochschule Aachen



Autor/in:

Jansen, Inge


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Aachen: Eigenverlag, Online-Ressource, 2007, 243 Seiten: PDF


Jahr:

2007



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Abstract:


Das Hauptanliegen dieser Arbeit liegt in der Gewährleistung einer strukturierten Qualitätssicherung, welche einem einheitlichen System unterliegt. Es wurde ein Qualitätssicherungssystem zur Dokumentation in der beruflichen Rehabilitation (QuasiDok) entwickelt und anschließend evaluiert. QuasiDok ist sowohl für das interne Qualitätsmanagement als auch für die externe Qualitätssicherung relevant. Weiterhin ist es für Leistungserbringer und auch für Leistungsträger von großem Nutzen. Mittels QuasiDok werden eine transparente Dokumentation des Rehabilitationsverlaufs und die Durchführung eines Benchmarking möglich.

Der Schwerpunkt liegt auf Analysen bezüglich der Ergebnisqualität, während QuasiDok bezüglich der Prozessqualität von Schulze (2006) untersucht wurde. Bisher wurde die Ergebnisqualität in der beruflichen Rehabilitation lediglich anhand der Vermittlungsquote betrachtet. Allerdings kann mit QuasiDok schon früher sichtbar gemacht werden, ob bei einem Leistungsberechtigten Probleme in der Reha-Maßnahme auftreten. Somit kann frühzeitig eingegriffen werden, so dass der weitere Rehabilitationsverlauf nicht mehr gefährdet wird. Mit der Vereinbarung über den Einsatz des individuellen Förder- und Integrationsplans (IFIP) im Jahre 1999 wurde ein Anfang gemacht den Rehabilitationsverlaufs transparent abzubilden, jedoch weist er im Hinblick auf ein Qualitätssicherungsinstrument einige Schwächen auf. Zum einen werden relevante Aspekte nicht kategoriengeleitet erfragt und zum anderen werden diese in einem offenen Antwortformat fixiert. Durch die fehlende Kategorienvorgabe ist eine Vergleichbarkeit zwischen Leistungsberechtigten, Maßnahmen oder verschiedenen BFW nahezu unmöglich und das offene Antwortformat macht es sehr schwierig Analysen durchzuführen oder Interpretationen anzustellen.

Um den Anforderungen eines objektiven und validen Qualitätssicherungsinstruments gerecht zu werden und um Qualität sichern zu können, wurde QuasiDok entwickelt. Trotz der Schwächen des IFIPs enthält er inhaltlich viele Anhaltspunkte die für ein Qualitätssicherungssystem von Bedeutung sind, daher wurde QuasiDok in Anlehnung an die Inhalte des konventionellen IFIPs entwickelt. QuasiDok ist ein System, welches individuell auf die verschiedenen Einrichtungen angepasst werden kann ohne dass die Vergleichbarkeit gefährdet wird. Dreh- und Angelpunkt des QuasiDoks ist das Unternehmensziel, demnach wird hier die erfolgreiche Integration des Leistungsberechtigten in den ersten Arbeitsmarkt verfolgt. Die Konzeption und die Handhabbarkeit des QuasiDoks wurden empirisch überprüft und in dieser Arbeit werden die Pilot-Studie und drei weitere Untersuchungen dargestellt. Die verschiedenen Module des QuasiDoks werden mittels psychometrischer Gütekriterien, der Objektivität, der Reliabilität und der Validität, abgesichert.

Über die Gütekriterien hinaus werden die Module auf ihre Vollständigkeit, ihre Anwendbarkeit und auf ihre Akzeptanz hin untersucht. Weiterhin interessiert die Frage, ob und inwieweit die Module nur von bestimmten Personengruppen handgehabt werden können und ob sie in unterschiedlichen Institutionen eingesetzt werden können. Die Ergebnisse deuten auf gute bis sehr gute Gütekriterien der einzelnen Module hin. Das Profilmodul (ProMo) ist in der Lage zwischen Drop-outs und Erfolgreichen zu diskriminieren. Das Praktikumsmodul (PraMo) weist ebenfalls signifikante Unterschiede zwischen objektiv unterschiedlichen Stichproben auf (Vermittelte vs. Nicht-Vermittelte). Dies spricht für eine hohe Validität der beiden Module. Darüber hinaus gibt es Übereinstimmungen auf ähnlichen Kategorien der beiden Module, was für die hohe Reliabilität der Module spricht. Für das Vermittlungsmodul (VerMo) wurden gute Reliabilitätskennwerte und hohe Trennschärfen gefunden, welche auf eine vertretbare Kategorienauswahl hindeuten.

Es kann gezeigt werden, dass der Einsatz des QuasiDoks von großem Nutzen für das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung ist. Insbesondere der messbare Wettbewerb der BFW ist von Vorteil.

Die Weiterentwicklung des QuasiDoks wird unter Beteiligung der Reha-Einrichtungen stattfinden, denn ProMo wird in 10 BFW im Rahmen eines deutschlandweiten Projekts, welches durch die Deutsche Rentenversicherung Bund unterstützt wird, empirisch erprobt. Zur Optimierung des QuasiDoks werden aber auch Weiterentwicklungen des PraMos und des VerMos notwendig sein. Darüber hinaus muss auch die Selbstbeurteilung in Absprache mit den BFW zu einer optimalen Lösung finden. Der Einsatz eines einheitlichen QS-Instruments könnte die Abbruch- beziehungsweise Vermittlungsquote durch früheres Eingreifen beeinflussen und außerdem könnte man über die Abbruch- beziehungsweise Vermittlungsquote hinaus detailgetreue Informationen zum Rehaverlauf geben. Weiterhin wird zur Umsetzung von QuasiDok eine EDV-Version angestrebt, wodurch auch viele praktische Probleme behoben werden könnten.

(Kurzfassung9


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Development and evaluation of a modular designed quality assurance system for documentation to capture the result quality in the vocational rehabilitation


Abstract:


The objective target of this work lies in the guarantee of a structured quality assurance which is defeated by a uniform system. A quality assurance system (QuasiDok) for documentation in the vocational rehabilitation was developed and afterwards evaluated. QuasiDok is relevant for the internal quality management as well as for the external quality assurance. Therefore it can be of use for benefits provider and for institution providing benefits. By QuasiDok a clear documentation of the rehabilitation course and the realisation of a benchmarking become possible.

The main focus lies on analyses with regard to the result quality, while QuasiDok was examined already in view of process quality by Schulze (2006). Up to now the result quality in the vocational rehabilitation was observed mere ly with the help of the placement rate. QuasiDok makes visible, whether a beneficiary has problems in the rehabilitation course or not. Hence it can be intervened earlier, so that the rehabilitation course is not endangered any more. With the arrangement about the application of the individual support and integration plan (IFIP) in 1999 a beginning was done to illustrate the rehabilitation course, but IFIPs has some weaknesses in view of a quality assurance instrument. On the one hand, relevant aspects are fixed without given categories and on the other hand these fixations follow an open answer format.

By the missing categories a comparison between beneficiaries, rehabilitation courses or even between institutions of vocational rehabilitations (BFW) is nearly impossible and the open answer format does not allow any analyses or to carry out interpretations. QuasiDok was developed to do justice to the requirements of an objective and valid quality assurance instrument. IFIP contains many clues for a quality assurance system, in spite of its weaknesses, thats why QuasiDok was developed according to the contents of the conventional IFIP. QuasiDok is a system which can be adapted individually on the different facilities of institutions without endangering its comparability. Strategic focus of QuasiDok is the business objective, the successful integration of the beneficiary in the first job market. In this work four studies are shown to inspect the concept and the convenient handling of QuasiDok empirically. The different modules of QuasiDok are secured by means of psychometrical quality factors, objectivity, reliability and validity. Furthermore the modules were examined on their completeness, their applicability and on their acceptance. In addition the questions whether the modules can be handled only by certain personal groups and whether they can be used in different institutions were treated. The results point to good until very good quality factors of each module.

The profile module (ProMo) discriminates between drop-outs and successful beneficiaries. The practical training module (PraMo) shows likewise significant differences between objectively different beneficiaries (with or without prospect of takeover). That shows the high validity of both modules. Furthermore similar categories of both modules are in agreement with each other, so that the reliability of both modules is also given. The placement module (VerMo) achieves good reliability and high discriminatory power factors which point to a defensible category choice. It can be shown that the application of QuasiDok is of big use for quality management and for quality assurance. In particular the measurable competition of the BFW is an advantage. The further development of QuasiDok will go on by participation of the institutions of vocational rehabilitation, because ProMo is empirically tested in 12 BFW within the scope of a Germany-wide project which is supported by the German pension scheme alliance.

The optimisation process of QuasiDok needs advancements of PraMo and VerMo and it must be found an optimum solution for a selfjudgement module as well in arrangement with the BFW. The application of an uniform quality assurance system could influence the breakup or placement rate, furthermore its possible to give information faithful to detail about the rehabilitation course. And an EDP version of QuasiDok is aimed by which also many practical problems could be repaired.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


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Referenznummer:

Diss0004


Informationsstand: 07.04.2008

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