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Bibliographische Angaben zur Publikation

beitrag D9-2011: Partizipation - ein Querschnittsanliegen der UN-Behindertenrechtskonvention


Sammelwerk / Reihe:

Forum D - Entwicklungen und Reformvorschläge: Diskussionsbeitrag


Autor/in:

Hirschberg, Marianne


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2011, 5 Seiten: PDF


Jahr:

2011



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF | 159 KB)


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum D:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in vier Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C und D).

In Forum D werden rechtliche Entwicklungen und neue Gesetzesvorhaben zum Rehabilitations- und Teilhaberecht sowie ihre Auswirkung auf die Praxis thematisiert. Das Forum D bietet somit besondere Gelegenheit, Probleme, die sich im Rahmen der praktischen Umsetzung neuer Gesetze oder Verordnungen abzeichnen, frühzeitig aufzugreifen. Zudem werden hier künftig die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und hiermit in Zusammenhang stehende juristische Fragestellungen in Deutschland und darüber hinaus diskutiert.

Diskussionsgegenstand:

Die Autorin beschäftigt sich in diesem Beitrag mit der Frage, welche Bedeutung der 'Partizipation' in der UN-Behindertenrechtskonvention zukommt. Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Zweitveröffentlichung des Positionspapers Nummer 3/2010 der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention.

Die Autorin weist nach, dass 'Partizipation' ein zentraler Begriff der Behindertenrechtskonvention ist. Dies werde in der deutschen Übersetzung nicht deutlich, da hier die englischen Begriffe 'participation' und 'to participate' mit 'Teilnahme' oder 'Teilhabe' übersetzt werden. Tatsächlich werde Partizipation in der Konvention sowohl als Ziel (Artikel 1 BRK) als auch als Grundsatz (Artikel 3 BRK), als individuelles Recht (zum Beispiel als Recht auf Zugang zu Justiz, Artikel 13 BRK und als Recht auf Bildung Artikel 24 BRK), als staatliche Verpflichtung (Artikel 4 Absatz 3 BRK) und als Überwachungsaufgabe (Artikel 33 Absatz 3 BRK, Monitoring) genannt. Die Autorin spricht sich daher dafür aus, den Begriff auch in der deutschsprachigen Diskussion zu etablieren.

Sie weist darauf hin, dass durch die Partizipation von Menschen mit Behinderungen an politischen Prozessen qualitativ bessere Resultate erzielt werden könnten und sie die Humanisierung der Gesellschaft fördern könne. Die Verantwortung dafür, dass Partizipation möglich sei, liege aber nicht allein bei den staatlichen Organisationen. Auch die Selbstvertretungsorganisationen und die behindertenpolitischen Organisationen sollten ihre Ziele, Strukturen und Programme partizipativ ausrichten; die Zivilgesellschaft müsse hier ihre Verantwortung erkennen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRD1109


Informationsstand: 17.10.2011

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