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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag C3-2012: Lang dauernde Depression - häufiges Krankheitsbild bei Anträgen auf Rehabilitation und Erwerbsunfähigkeitsrente


Sammelwerk / Reihe:

Forum C - Zugang zu Leistungen, Sozialmedizinische Begutachtung, Assessment: Diskussionsbeitrag


Autor/in:

Tägert, Jochen


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2012, 5 Seiten: PDF


Jahr:

2012



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF | 170 KB)


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum C:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in vier Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C und D).

In Forum C werden Fragen der Begutachtung - unter anderem für die Gewährung von Rehabilitations- und Teilhabeleistungen, Renten oder GdB-Nachweisen - behandelt, die in der sozialrechtlichen Praxis oft eine wichtige Rolle spielen.

Im Fokus steht außerdem die praktische Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) etwa als Assessmentinstrument.

Diskussionsgegenstand:

Der Autor beschäftigt sich mit der Bedeutung lang anhaltender Depressionen in der ärztlichen Gutachtertätigkeit. Hierzu wertet er 296 psychiatrische Gutachten aus dem Zeitraum Januar 2010 bis Februar 2011 aus und vergleicht sie mit 361 Gutachten aus dem Jahr 2003. Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Zweitveröffentlichung des Aufsatzes 'Lang dauernde Depression - häufiges Krankheitsbild bei Anträgen auf Rehabilitation und Erwerbsunfähigkeitsrente', Medsach 2011, 151 folgende.

Der Autor verzeichnet eine Zunahme der sogenannten 'lang dauernden Depressionen', das heißt der mindestens zwei Jahre anhaltenden Depressionen, als Krankheitsbild. Sie sei die häufigste psychiatrische Krankheitsgruppe unter den Anträgen auf Rehabilitation oder Berentung. Gleichwohl fehle eine entsprechend definierte Kategorie in den geläufigen Klassifikationssystemen und auch aktuelle Untersuchungen zu Verlauf, Prognose und Behandlung der lang dauernden Depressionen seien nicht vorhanden. Deshalb falle die Bewertung dieser Störungen bei Rehabilitations- und Rentenanträgen weitgehend in das persönliche Ermessen des Gutachters.

Nach Ansicht des Autors findet man bei den behandelnden Ärzten häufig eine sehr pessimistische Einstellung zur Therapierbarkeit dieser Störungen vor, die sich auf das Ergebnis der Begutachtung auswirke. Diese pessimistische Einstellung gelte es wissenschaftlich zu fundieren oder zu widerlegen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRC1203


Informationsstand: 27.02.2012

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