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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag C6-2011: Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung bei neuen Erkenntnissen

BGH, 6. Zivilsenat, Beschluss vom 30.11.2010, VI ZR 25/09



Sammelwerk / Reihe:

Forum C - Zugang zu Leistungen, Sozialmedizinische Begutachtung, Assessment: Diskussionsbeitrag


Autor/in:

Francke, Joachim


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2011, 4 Seiten: PDF


Jahr:

2011



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF | 152 KB)


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum C:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in vier Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C und D).

In Forum C werden Fragen der Begutachtung - unter anderem für die Gewährung von Rehabilitations- und Teilhabeleistungen, Renten oder GdB-Nachweisen - behandelt, die in der sozialrechtlichen Praxis oft eine wichtige Rolle spielen.

Im Fokus steht außerdem die praktische Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) etwa als Assessmentinstrument.

Diskussionsgegenstand:

Der Autor bespricht einen Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 30. November 2010. Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Anmerkung, die bereits als jurisPR-MedizinR 1/2011 Anmerkung 3 gleich jurisPR extra 2011, 73-74 veröffentlicht wurde.

Die Entscheidung erging im Rahmen eines Arzthaftungsprozesses. Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass die Tatsachengerichte eine mündliche Verhandlung wiederzueröffnen haben, wenn ein medizinischer Sachverständiger in seinen mündlichen Ausführungen neue Beurteilungen äußert, die der Prozessbevollmächtigte infolge mangelnder medizinischer Kenntnisse nicht sofort bewerten und er daher erst nach Schluss der mündlichen Verhandlung einen Beweisantrag stellen kann.

Der Autor begrüßt diese Entscheidung. Er weist darauf hin, dass es für Rechtsanwälte oft nicht möglich ist, Abweichungen und Divergenzen zwischen verschiedenen ärztlichen Gutachten während der Anhörung eines medizinischen Sachverständigen im Termin zu erkennen und dass zur Wahrung des rechtlichen Gehörs die Möglichkeit gegeben sein muss, das Ergebnis der Sachverständigenanhörung mit einem Arzt zu besprechen. Wenn sich daraus neue Erkenntnisse ergeben, muss die Möglichkeit bestehen, diese in das Verfahren einzuführen. Mit dieser Entscheidung sind klare Grenzen für die Voraussetzungen, unter denen die mündliche Verhandlung wiederzueröffnen sei, aufgestellt worden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRC1106


Informationsstand: 27.06.2011

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