Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag B12-2012: Frist zur Geltendmachung von Ansprüchen wegen einer Diskriminierung - BAG bestätigt Kenntnis der Benachteiligung als Voraussetzung für den Fristbeginn

Zugleich Anmerkung zu BAG, Urteil vom 15.03.2012 - 8 AZR 37/11



Sammelwerk / Reihe:

Forum B - Schwerbehindertenrecht und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement


Autor/in:

Rosendahl, Cathleen


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2012, 6 Seiten: PDF


Jahr:

2012



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF | 161 KB)


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum B:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in vier Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C und D).

Das Forum B - Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement - beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Sozial- und Arbeitsrecht und greift zum Beispiel Fragen zum Anspruch auf behindertengerechte Beschäftigung nach § 81 SGB IX und zur Vermeidung von Diskriminierung auf.

Schwerpunkt ist zudem das betriebliche Eingliederungsmanagement in Unternehmen gemäß § 84 Absatz 2 SGB IX im Sinne eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Diskussionsgegenstand:

Die Autorin bespricht eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 15. März 2012. Umstritten war, wann die Zwei-Monats-Frist zur Geltendmachung eines Entschädigungsanspruchs wegen einer Benachteiligung aufgrund einer Behinderung im Bewerbungsverfahren beginnt. Das BAG stellte im Anschluss an den EuGH klar, dass die Frist entgegen dem Wortlaut der Norm erst ab dem Zeitpunkt beginnt, ab dem der abgelehnte Bewerber Kenntnis von seiner Benachteiligung erlangt.

Die Autorin begrüßt die Entscheidung des BAG, zumindest im Hinblick auf die Ausführungen zum Fristbeginn. Sie weist darauf hin, dass es für den Bewerber oftmals schwer sein dürfte, in der Absage selbst eine Benachteiligung zu erkennen. Diese könne aber Ausgangspunkt für die Prüfung einer Benachteiligung sein. Ihrer Ansicht nach sollte der Gesetzgeber möglichst schnell eine Anpassung des § 15 Absatz 4 AGG vornehmen, um Falschberechnungen der Zwei-Monats-Frist zur Geltendmachung von Ansprüchen zu verhindern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Urteil mit Aktenzeichen 8 AZR 37/11 Entschädigung - schwerbehinderter Mensch - Ausschlussfrist
§ 15 AGG Entschädigung und Schadensersatz | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRB1212


Informationsstand: 29.10.2012

in Literatur blättern