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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag B12-2011: Der Fall Coleman und seine Auswirkungen auf das britische Gleichbehandlungsrecht


Sammelwerk / Reihe:

Forum B - Schwerbehindertenrecht und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement


Autor/in:

Rosendahl, Cathleen


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2011, 7 Seiten: PDF


Jahr:

2011



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF, 172 KB).


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum B:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in vier Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C und D).

Das Forum B - Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement - beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Sozial- und Arbeitsrecht und greift zum Beispiel Fragen zum Anspruch auf behindertengerechte Beschäftigung nach § 81 SGB IX und zur Vermeidung von Diskriminierung auf.

Schwerpunkt ist zudem das betriebliche Eingliederungsmanagement in Unternehmen gemäß § 84 Absatz 2 SGB IX im Sinne eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Diskussionsgegenstand:

Die Autorin bespricht das britische Verfahren in der Sache Coleman ausgehend von der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 17. Juli 2008.

Gegenstand dieses Verfahrens war die Frage, ob eine Person, die selbst zwar keine Behinderung hatte, jedoch wegen der Behinderung ihres Sohnes benachteiligt wurde dennoch vom Schutzbereich des Gleichbehandlungsrechtes umfasst sein kann. Der EuGH bestätigte in seiner Entscheidung eine weite Auslegung des Begriffes der Diskriminierung. Der Schutz des europäischen Gleichbehandlungsrechtes erstreckt sich somit auch auf Menschen, die aufgrund ihrer Assoziation mit einem Merkmalsträger benachteiligt werden. (zum EuGH-Urteil: Nebe, Forum A, Beitrag A1-2011).

Die Autorin untersucht die Auswirkungen dieser EuGH-Entscheidung auf das britische Gleichbehandlungsrecht und das dem Vorabentscheidungsgesuch zu Grunde liegende nationale Gerichtsverfahren. Kurz skizziert werden die britische Diskussion des Urteils, die Notwendigkeit einer Gesetzreform sowie die Reaktionen der britischen Gerichte in späteren Verfahren.

Die Autorin begrüßt die im Jahr 2010 erfolgte Neufassung der Vorschriften im britischen Gleichbehandlungsrecht zugunsten eines Schutzbereiches, welcher auch die sogenannte assoziierte Diskriminierung umfasst. Sie weist gleichzeitig jedoch auf ungenutzte Chancen zur Verbesserung des Schutzes vor Diskriminierung für Menschen mit Behinderung und deren pflegende Angehörige im britischen Recht hin und schließt mit einigen grundlegenden Ausführungen zu den Folgen der EuGH-Entscheidung im Fall Coleman für das deutsche Antidiskriminierungsrecht.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRB1112


Informationsstand: 28.07.2011

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