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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag B10-2011: Anspruch eines schwerbehinderten querschnittsgelähmten Arbeitnehmers auf Telearbeit

Landesarbeitsgericht Hannover, 12. Kammer, Urteil vom 06.12.2010, 12 Sa 860/10



Sammelwerk / Reihe:

Forum B - Schwerbehindertenrecht und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement


Autor/in:

Beyer, Christoph


Herausgeber/in:

Gagel, Alexander; Schian, Hans-Martin; Welti, Felix [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2011, 5 Seiten: PDF


Jahr:

2011



Link(s):


Link zu dem Diskussionsbeitrag (PDF | 171 KB)


Abstract:


Allgemeine Einführung zu Forum B:

Thematisch ist das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht in vier Einzelforen untergliedert (Forum A, B, C und D).

Das Forum B - Schwerbehinderten- und Arbeitsrecht, betriebliches Eingliederungsmanagement - beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Sozial- und Arbeitsrecht und greift zum Beispiel Fragen zum Anspruch auf behindertengerechte Beschäftigung nach § 81 SGB IX und zur Vermeidung von Diskriminierung auf.

Schwerpunkt ist zudem das betriebliche Eingliederungsmanagement in Unternehmen gemäß § 84 Absatz 2 SGB IX im Sinne eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Diskussionsgegenstand:

Der Autor bespricht ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Hannover vom 6. Dezember 2010. Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Anmerkung, die bereits als jurisPR-ArbR 19/2011 Anmerkung 4 veröffentlicht wurde.

Das Landesarbeitsgericht hatte zu entscheiden, ob ein schwerbehinderter Arbeitnehmer gegen seinen Arbeitgeber einen Anspruch darauf hat, an zwei Arbeitstagen pro Woche von seiner eigenen Wohnung aus (Telearbeitsplatz) seine Arbeitsleistung zu erbringen. Es entschied, dass sich ein solcher Anspruch aus § 611 Absatz 1 BGB in Verbindung mit § 81 Absatz 4 Seite 1 Nummer 1 SGB IX ableiten lässt. Des Weiteren entschied es, dass die Änderung des Ortes der Erbringung der Arbeitsleistung dem Arbeitgeber in der Regel auch zumutbar im Sinne von § 81 Absatz 4 Seite 3 SGB IX sei.

Der Autor stimmt dieser Entscheidung zu. Er weist darauf hin, dass Telearbeit in der Praxis nicht nur häufig gewünscht, sondern behinderungsbedingt auch erforderlich sei und es in der Mehrzahl der Fälle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einer einverständlichen Regelung komme. Zu Problemen sei es im vorliegenden Fall wohl deshalb gekommen, weil der Arbeitgeber mit der erbrachten Telearbeit nicht zufrieden gewesen sei. In diesem Fall hätte der Arbeitgeber jedoch dem Arbeitnehmer zunächst eine erweiterte Berichts- und Dokumentationspflicht auferlegen müssen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Urteil mit Aktenzeichen 12 Sa 860/10 Anspruch eines schwerbehinderten Arbeitnehmers auf Telearbeit




Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRB1110


Informationsstand: 07.07.2011

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