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Bibliographische Angaben zur Publikation

Telearbeit: Technologie und Berufsbildungszentrum Magdeburg e.V.: Telearbeit für Schwerbehinderte

In Teil 3: Selbstdarstellung von Projekten



Sammelwerk / Reihe:

Telearbeit für behinderte Menschen, Band 272


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2002


Jahr:

2002



Abstract:


Das Technologie- und Berufsbildungszentrum Magdeburg e.V. ist eine regionale, gewerblich-technisch, wirtschaftsnahe Bildungseinrichtung. Sie untergliedert sich in die wirtschaftlich selbstständigen Fachbereiche tbz-Reha (Anerkannte sonstige Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation Jugendlicher) sowie Technologietransfer und berufliche Qualifizierung (TBQ). Dem Fachbereich TBQ sind die europäischen Projekte im Rahmen der Gemeinschaftsinitiativen BESCHÄFTIGUNG und ADAPT zugeordnet.

Darstellung des Projekts
Im Rahmen des Europäischen Sozialfonds arbeitet das tbz Magdeburg innerhalb der Gemeinschaftsinitiative BESCHÄFTIGUNG, Aktionsbereich HORIZON, an der Verwirklichung transnationaler Projekte zur beruflichen Bildung und sozialen Eingliederung behinderter Jugendlicher und junger Erwachsener. Das Projekt Telearbeit hat eine Laufzeit von 30 Monaten (Beginn: Januar 1998, Ende: Juni 2000). Es dient dem Ziel, körperlich Behinderte unter Anwendung spezieller Qualifizierungsmodelle (zum Beispiel Telelearning) für Telearbeit zu qualifizieren und unter Anwendung dieser zukunftsorientierten Arbeitsform Integrationsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erschließen. Am Projekt können 20 körperlich Schwerbehinderte (15 Arbeitslose und 5 von Arbeitslosigkeit Bedrohte) teilnehmen. Grundbedingung für eine Projektteilnahme ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen oder kaufmännischen Beruf beziehungsweise Studium.

Die 15 arbeitslosen Schwerbehinderten erhalten für die Zeit der Projektteilnahme (1 Jahr) einen befristeten Arbeitsvertrag. Die Qualifizierung ist aufgegliedert in eine 2-monatige Grundqualifizierung, eine 5-monatige einsatzspezifische Qualifizierung und ein 5 monatiges Praktikum. Während des Praktikums erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre erworbenen Fähigkeiten in den Unternehmen anzuwenden beziehungsweise umzusetzen und nehmen somit aktiv auf die Vorbereitung der Integration in das Unternehmen Einfluss. Ziel ist es, nach dem Praktikumsende eine Festeinstellung in das Unternehmen zu ermöglichen. Für die Sicherung der Arbeitsplätze von im Arbeitsprozess stehenden Schwerbehinderten erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, ihre schwerbehinderten Arbeitnehmer kostenlos in den IuK-Technologien im Rahmen der Projektarbeit ausbilden zu lassen und auf Telearbeit vorzubereiten. Da im Projekt primär auf die Form der alternierenden Telearbeit orientiert wird, erhält jeder Projektteilnehmer 2 Computerarbeitsplätze entsprechend dem aktuellen technischen Standard. Ein Computerarbeitsplatz wird beim Teilnehmer zu Hause installiert, der andere Computerarbeitsplatz wird im tbz beziehungsweise im Unternehmen (während des Praktikums) genutzt. Die Sprach- und Datenkommunikation ist über Telefonanschluss gewährleistet.

Erfahrungsbericht
Um die potenziellen Projektteilnehmer und Unternehmen des Landes Sachsen-Anhalt zu sensibilisieren, erfolgte eine intensive Öffentlichkeitsarbeit: Aufnahme beziehungsweise Vertiefung der Kontakte zu allen Arbeitsämtern des Landes Sachsen-Anhalt, Weiterbildungsberatungsstellen, Behindertenverbänden, Amt für Versorgung und Soziales (Hauptfürsorgestelle) etc. Information einer breiten Öffentlichkeit (landesweit in Sachsen-Anhalt) durch Beiträge zum Projekt in Zeitungen (Tagespresse), Zeitschriften und Rundfunk.

Nur durch diese breite Öffentlichkeitsarbeit war es möglich, die angestrebte Anzahl von Teilnehmer/innen für die Projektmitarbeit zu gewinnen. Die Erfahrungen bei der Teilnehmerakquisition machen deutlich, dass die vorhandene Qualifikationsstruktur in der Zielgruppe ein ernstzunehmendes Problem bei der Realisierung praxiswirksamer Telearbeit darstellt. Im transnationalen Erfahrungsaustausch wurde festgestellt, dass diese Problematik nahezu identisch auch in der Projektarbeit der transnationalen Partner auftritt. Im September 1998 erfolgte die Einstellung von 5 Projektteilnehmern.

Im November 1998 wurde eine weitere Gruppe von 5 Telearbeitern eingestellt. Die Qualifizierung erfolgt planmäßig. Hinsichtlich der Integration in die Unternehmen sind zum jetzigen Zeitpunkt (November 1998) noch keine fundierten Aussagen möglich.

Transnationale Partnerschaften
- Agence Wallone pour l'Intégration des Personnes Handicapées (AWIPH) Rue de la Rivelaine, 21 B-6061 Charleroi Belgien
- Associacion par la Formacion e Integracion del Disminuido (AFID) Castilla la Nueva, 1 bajo E-48901 Barak aldo Spanien
- Unione Italiana Lotta Distrofia Muscolare (UILDM) Via M. Cicerone, 4-6 I-88018 Vibo Valentia Italien


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

D0105


Informationsstand: 01.08.2002

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