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Bibliographische Angaben zur Publikation

Telearbeit: Förderungsmöglichkeiten: Förderung durch Arbeitsförderungsgesetz und Job-AQTIV-Gesetz

In Teil 1: Hilfestellungen zur praktischen Einführung von Telearbeitsplätzen für behinderte Menschen



Sammelwerk / Reihe:

Telearbeit für behinderte Menschen, Band 272


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2002


Jahr:

2002



Abstract:


Mit dem Arbeitsförderungsreformgesetz wurden ab dem 1. April 1997 neue Instrumente zur Verbesserung der Erwerbschancen von Arbeitslosen geschaffen. Die beschriebenen Maßnahmen kommen grundsätzlich auch für die Einrichtung von Telearbeitsplätzen für schwerbehinderte Arbeitslose in Frage. Änderungen ergeben sich aus dem Anfang 2002 in Kraft getretenen Job-AQTIV-Gesetz.

Trainingsmaßnahmen und Mobilitätshilfen
Ziel der Trainingsmaßnahmen ist es, Arbeitslosen die Möglichkeit zu geben, ihre persönliche Eignung und ihre beruflichen Fertigkeiten zu überprüfen sowie alternative Beschäftigungsfelder in Erwägung zu ziehen und zu erproben.

Außerdem können Perspektiven erarbeitet werden, wie sich Arbeitslose den Anforderungen der Praxis anpassen können. Die Trainingsmaßnahmen können entweder von einem Träger durchgeführt oder als betriebliche Tätigkeit ausgeübt werden. Sie dauern, je nach Zielrichtung, zwei, vier oder acht Wochen. Auch eine Kombination mehrerer Maßnahmetypen bis zu einer Gesamtdauer von zwölf Wochen ist möglich.

Für den Arbeitgeber entstehen keine Personalkosten. Für den Zeitraum der Trainingsmaßnahmen erhalten die Teilnehmer weiterhin Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe, die Arbeitslosigkeit wird durch die Trainingsmaßnahme weder unterbrochen noch beendet. Mit dem Job-AQTIV-Gesetz können Trainingsmaßnahmen (von bis zu 12 Wochen) auch in Grenzregionen der angrenzenden Staaten und in den mit der EU assoziierten Staaten durchgeführt werden.

Der Eingliederungsvertrag für Langzeitarbeitslose wird aufgegeben. Das mit dem Arbeitsförderungsgesetz 1997 eingeführte Förderinstrument des Eingliederungsvertrages wird mit dem Job-AQTIV-Gesetz aufgegeben. Das Förderinstrument hat sich nicht durchgesetzt. Überbrückungsgeld für Existenzgründer Mit der Änderung des Arbeitsförderungsgesetzes zum 1. April 1997 wurden Fördermöglichkeiten bei Neugründung von Existenzen (§ 55 AFG) neu geregelt. Das Arbeitsamt zahlt für die erste Zeit nach der Existenzgründung Überbrückungsgeld. Gewährt wird dieses für längstens zwölf Monate in Höhe von 50 Prozent des tariflichen beziehungsweise ortsüblichen Arbeitsentgelts.

Der Arbeitgeber kann für höchstens zwei Arbeitnehmer einen Einstellungszuschuss erhalten. Um Einstellungszuschüsse zu erhalten, muss der Arbeitgeber vor nicht mehr als zwei Jahren eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen haben, und er darf nicht mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigen. Eine fachkundige Stelle wie die Industrie- und Handelskammer muss die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen und ein förderungsfähiger Arbeitnehmer muss unbefristet eingestellt werden. Mit dem im Jahre 2002 in Kraft getretenen Job-AQTIV-Gesetz wird nun auch der unmittelbare Zugang aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung in eine selbstständige Tätigkeit unterstützt.

Bei der Gewährung von Überbrückungsgeld an Existenzgründer wird deshalb auf die bisherige Fördervoraussetzung einer mindestens vierwöchentlichen Arbeitslosigkeit vor Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit verzichtet. Förderungsfähig sind Arbeitnehmer, die vor der Einstellung mindestens drei Monate als Arbeitslose Leistungen bezogen haben oder die als Arbeitsuchende an Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung oder beruflichen Bildung teilgenommen haben. Des Weiteren wird der Zuschuss nur gezahlt, wenn der betreffende Arbeitnehmer ohne ihn nicht oder nicht dauerhaft in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden kann.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
Auch die Förderung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) wurde mit dem Arbeitsförderungsreformgesetz überarbeitet. ABM-Maßnahmen stehen auch in Zukunft schwerbehinderten Arbeitnehmern offen und können für die Schaffung von Telearbeitsplätzen ebenfalls eine interessante Lösung darstellen. Mit dem Job-AQTIV-Gesetz ist nunmehr eine ABM- Förderung ohne 'Wartezeit'(bisher sechs Monate) möglich, wenn diese für den Arbeitslosen notwendig ist und andere Formen der Förderung nicht erfolgversprechend sind.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Kapitelübersicht: Förderungsmöglichkeiten




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

D0032


Informationsstand: 01.08.2002

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