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Bibliographische Angaben zur Publikation

Telearbeit: Förderungsmöglichkeiten: Berufsfördernde Leistungen - ein breites Spektrum von Maßnahmen

In Teil 1: Hilfestellungen zur praktischen Einführung von Telearbeitsplätzen für behinderte Menschen



Sammelwerk / Reihe:

Telearbeit für behinderte Menschen, Band 272


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2002


Jahr:

2002



Abstract:


Ein einheitliches Rehabilitationsgesetz oder eine einheitliche Rehabilitationsverwaltung gab es bis zur Verabschiedung des SGB IX im Jahre 2001 in Deutschland nicht. Berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation werden im Rahmen des Sozialsystems von den Rehabilitationsträgern erbracht. Im gegliederten System der Rehabilitation sind diese Träger jedoch nicht in gleicher Weise zuständig.

Neben den Trägern erbringen auch andere Einrichtungen, so vor allem die Integrationsämter, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Leistungen zur Rehabilitation. Berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation sollen alle Hilfen umfassen, die erforderlich sind, um die Erwerbsfähigkeit des Behinderten entsprechend seiner Leistungsfähigkeit zu erhalten, herzustellen oder wiederherzustellen und ihn hierdurch möglichst auf Dauer beruflich einzugliedern. Dementsprechend umfassen die berufsfördernden Leistungen ein breites Spektrum von Maßnahmen.

Unter der Bezeichnung Berufsbildungsmaßnahmen werden alle Leistungen zur beruflichen Erstausbildung Jugendlicher in Berufsbildungswerken und zur Fortbildung und Umschulung Erwachsener (Berufsförderungswerke) zusammen gefasst.

Im Unterschied dazu handelt es sich bei den Hilfen zur beruflichen Eingliederung Schwerbehinderter um Maßnahmen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Sicherung bestehender Beschäftigungsverhältnisse. Gewährt werden Hilfen zur beruflichen Eingliederung in Form von finanziellen Leistungen an Arbeitgeber und an schwerbehinderte Arbeitnehmer. Unter Umständen werden auch Modellprojekte zur beruflichen Bildung und zur Integration Behinderter in den Arbeitsmarkt gefördert.

Die neuen Instrumente des Arbeitsförderungsreformgesetzes zur Verbesserung der Erwerbschancen von Arbeitslosen haben wir angesprochen, da sich hier Möglichkeiten zur Einrichtung von Telearbeitsplätzen für schwerbehinderte Arbeitslose bieten.

Wer ist der richtige Ansprechpartner?
Mit dem SGB IX werden die Rehabilitationsträger zum Aufbau gemeinsamer Servicestellen verpflichtet. Damit wird auf Probleme in der Vergangenheit reagiert, im 'gegliederten System' der Rehabilitation den jeweils zuständigen Rehabilitationsträger zu finden. Die Servicestellen sollen den Zugang zu den Leistungsträgern bündeln und die Betroffenen umfassend beraten und unterstützen. Die Rehabilitationsträger sollen bei der beruflichen Eingliederung Schwerbehinderter zusammenarbeiten. Entscheidungswege sollen verkürzt werden.

Die Hilfen zur beruflichen Eingliederung umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher finanzieller Leistungsarten für Arbeitgeber und schwerbehinderte Arbeitnehmer. Unterscheiden lassen sich diese Leistungen danach, ob sie auf Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse zielen oder ob es um die Sicherung bestehender Arbeitsplätze geht. Für die Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse ist vor allem das Arbeitsamt der zuständige Ansprechpartner, für die Sicherung bestehender Arbeitsplätze wendet man sich als erstes an die Integrationsämter. Eine 100-prozentige Abgrenzung der Zuständigkeit existiert allerdings nicht.

Unterstützung durch technische Berater
Die Mehrheit der Schwerbehinderten kann auf betrieblichen Arbeitsplätzen beschäftigt werden, ohne dass besondere Bedingungen erfüllt werden müssen. Sollten auf Grund behinderungsbedingter Funktionseinschränkungen Anpassungen erforderlich sein, unterstützen die Technischen Berater der Arbeitsämter und der Hauptfürsorgestellen die Betriebe. Den Technischen Beratern, die über umfangreiche praktische Erfahrungen bei der Lösung technisch-organisatorischer Problemstellungen verfügen, stehen im Bedarfsfall weitere beratende Fachkräfte zur Seite.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Kapitelübersicht: Förderungsmöglichkeiten




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

D0029


Informationsstand: 01.08.2002

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