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Bibliographische Angaben zur Publikation

Merkmalblatt 1.4: Hocken


Sammelwerk / Reihe:

Strukturierter Merkmalkatalog


Autor/in:

Wieland, Klaus; Weinmann, Sigbert; Schian, Hans-Martin


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 1990


Jahr:

1990



Abstract:


Merkmalblatt 1 Körperhaltung

1.4 Hocken

Definition:

Knie- und Hüftgelenke befinden sich in maximaler Beugestellung. Das Körpergewicht ruht im Gegensatz zum Knien nur auf den Füßen - labile Gleichgewichtssituation - meist berühren nur die Zehen den Boden. Hocken als Arbeitshaltung wird bei kurzfristiger Arbeit in niedriger Arbeitshöhe oder am Boden eingenommen. Bei längerdauernder Tätigkeit findet ein Wechsel mit kniender oder sitzender Position statt.

Siehe auch
1.3 Knien und
1.6 Änderung der Körperhaltung

Beanspruchung:

Maximale Beanspruchung der Knie- und Hüftgelenke, Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk und in den Zehengelenken, Bandführung und Zwischengelenkscheiben (Menisci) der Kniegelenke. Die volle Kraftentfaltung der Beinmuskulatur wird beim Einnehmen und Aufstehen aus hockender Position beansprucht. Die bei längerem Verweilen (> 2 Minunten) entstehende vermehrte Haltearbeit (isometrische Muskelarbeit) der Rumpf- und Beckenmuskulatur entspricht einer Zwangshaltung. Diese Position führt auch beim Gesunden häufig zu Durchblutungsstörungen in den Unterschenkeln mit der Folge einer beschleunigten Muskelermüdung, so dass die Haltung zwangsläufig geändert werden muss. Besondere Anforderungen werden an die reflektorische Steuerung des Gleichgewichts gestellt.

Siehe auch
3.3/3.4 Bein/Hüfte,
1.6.2 Zwangshaltung,
3.5 Rumpf,
5.1.2 Dauerbelastbarkeitund
5.2 Gleichgewicht

Bewertung:

(H) Zu bewerten ist die Häufigkeit von Arbeiten in hockender Position und die Notwendigkeit, eine solche Position zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe einnehmen zu müssen.

Differenzierung:

Eine zusätzliche Differenzierung kann erfolgen durch Beschreibung der mit den Armen/Händen zu verrichtenden Tätigkeit (die Haltung des Oberkörpers ist aus Gleichgewichtsgründen kaum variabel).

1.4.1 Hocken, Arme gesenkt

Differenzierung:

(A) ---> manuelle Tätigkeit am Boden bis circa Schulterhöhe

1.4.2 Hocken, mit Zwangshaltung

1.4.2.1 Hocken, Arme über Kopf

Differenzierung:

(A) ---> manuelle Tätigkeit oberhalb Schulterhöhe (zusätzliche Belastung)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/publikationen.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

VT0134


Informationsstand: 21.10.1992