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Bibliographische Angaben zur Publikation

Merkmalblatt 8.5: Arbeitsweg


Sammelwerk / Reihe:

Strukturierter Merkmalkatalog


Autor/in:

Wieland, Klaus; Weinmann, Sigbert; Schian, Hans-Martin


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 1990


Jahr:

1990



Abstract:


Merkmalblatt 8 Arbeitsorganisation

8.5 Arbeitsweg

Definition:

Direkter Weg zwischen Wohnort und Arbeitsstätte und zurück.
Der Arbeitsweg endet am Eingang zum Betriebsgelände. Wege innerhalb des Betriebsgeländes sollen mit dem Merkmal ---> Weg zum Arbeitsplatz 8.6 erfasst werden. Bei wechselnden Arbeitsstätten (Außendienstmitarbeiter, Montagearbeiter) sind die verschiedenen möglichen Arbeitswege zu berücksichtigen.

Beanspruchung:

Die Zeit zur Bewältigung des Arbeitsweges ist Bestandteil der 'sozial wirksamen Arbeitszeit', vgl. auch: ---> Arbeitszeit 8.2. Diese Wegezeit vermindert die zur Verfügung stehende Erholungszeit, welche unter Umständen infolge zusätzlichen Zeitbedarfs für Haushalts- und Lebensführung bei Behinderten schon eingeschränkt ist.
Daraus resultiert ein Teil der erhöhten Beanspruchung von Behinderten durch lange Arbeitswege. Wenn Beeinträchtigungen vorliegen, die das Führen eines Kraftfahrzeuges nicht zulassen, ist die Wegezeit abhängig von der Anbindung des Betriebes an den öffentlichen Nahverkehr, was insbesondere bei Schichtarbeit zu Nachteilen für betroffene Arbeitnehmer führen kann.

Bewertung:

Da der Arbeitsweg abhängig ist von dem Wohnort des Arbeitnehmers, kann die vom Arbeitsplatz ausgehende Anforderungsbeschreibung den Arbeitsweg im Einzelfall nicht berücksichtigen. Es fallen daher nur betriebliche oder tätigkeitsbedingte Besonderheiten unter die Beurteilung.
Bewertung: (S)
- Keine besonderen oder betrieblichen tätigkeitsbezogenen Anforderungen an den Arbeitsweg (ortsfeste Arbeitsstätte, Parkmöglichkeit in der Nähe des Betriebes,bei größeren Betrieben Behindertenparkplätze im Betriebsgelände, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Verkehrsverbindungen bei Schichtwechselzeiten berücksichtigt).
- Tätigkeitsbedingte besondere Anforderungen an die Mobilität des Arbeitnehmers, zum Beispiel bei wechselnden Einsatzorten (im Außendienst, bei Montage- oder Bauarbeiten) oder bei Arbeiten zu ungünstigen, verkehrsarmen Tages- oder Nachtzeiten. Betriebseigener Personentransport vorhanden (Busdienst).
- Die Tätigkeit erfordert die Benutzung eines Individualverkehrsmittes (PKW).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

VT0170


Informationsstand: 04.11.1992

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