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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mit Fingerspitzengefühl dem Krebs auf der Spur


Autor/in:

Manteuffel, Leonie von


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

RehaTreff, 2009, 9. Jahrgang (Ausgabe 1), Seite 50-51, Ettlingen: Agentur Werner Schneider GmbH


Jahr:

2009



Abstract:


In Düren werden seit zwei Jahren blinde Frauen zur Medizinischen Tastuntersucherin (MTU) ausgebildet. Den blinden Frauen eröffnet das ein neues Arbeitsfeld. Dieses Projekt zieht jetzt seine Kreise, wie Leonie von Manteuffel deutlich macht. Die Idee kam von dem Duisburger Frauenarzt Frank Hoffmann, der erkannte, dass die Tastuntersuchung der Brust gründlicher werden muss. Gerade die Bedingungen zur Früherkennung hätten sich hierzulande verschlechtert.

Miroslawa Gräßer ist eine Medizinische Tastuntersucherin in einer Frauenarztpraxis. Jede Brust wird systematisch in zwei Bahnen untersucht. Etwa zwanzig Minuten dauert die Untersuchung. Die angehenden Medizinischen Tastuntersucherinnen befassen sich sechs Monate lang im Berufsförderwerk (BFW) in Düren mit Anatomie, Physiologie und Pathologie der weiblichen Brust, mit Teminologie, Dokumentation, Gesprächsführung und Tasttechnik.

Anschließend folgt ein dreimonatiges Praktikum in Facharztpraxen. Die Abschlussprüfung wird von der Ärztekammer Rheinland abgenommen. Auch wenn keine medizinische Vorbildung verlangt wird, müssen Bewerberinnen in einem Aufnahmeverfahren ihr Tastvermögen und ihre intellektuellen und kommunikativen Fähigkeiten beweisen.

In Nordrhein-Westfalen arbeiten mittlerweile fünf blinde Tastuntersucherinnen. Ab Mai 2009 wollen sich allerdings auch BFW-Lehrkräfte in Mainz, Halle und Nürnberg in einem Train-the-Trainer-Projekt ausbilden lassen. Interesse wurde auch aus Frankreich, Holland, Dänemark und Irland signalisiert. In Österreich werde man nächstes Jahr mit der Ausbildung beginnen. Dort leitet eine Wiener Frauenärztin bereits seit zwanzig Jahren blinde Frauen zu Tastuntersuchungen an.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: Berufsförderungswerk Düren




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Magazin RehaTreff
Homepage: http://rehatreff.de/rehatreff

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0173/7043


Informationsstand: 03.04.2009

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