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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Versorgung mit Beinprothesen


Autor/in:

Kramer, Michael


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

RehaTreff, 2006, 6. Jahrgang (Ausgabe 3), Seite 16-21, Ettlingen: Agentur Werner Schneider GmbH


Jahr:

2006



Abstract:


In der Bundesrepublik Deutschland leben etwa 220.000 Menschen mit einer Beinamputation. Jährlich werden in Deutschland ungefähr 28.000 neue Amputationen durchgeführt. Wie sieht die Versorgung aus und was erwartet den beinamputierten Menschen in der Zukunft?

Bei den heutigen Prothesen haben sich der Saugschaft mit und ohne flexiblen Innentrichter und die Linerversorgung mit einem Silikonstrumpf über dem Stumpf und einer Befestigung durch Stahlstift, Gummilippe oder ähnlichem am Kunststoffschaft durchgesetzt. Die Schäfte kommen ohne weitere Befestigungshilfsmittel aus, ein Gürtel über Becken oder Schulter wird nicht mehr benötigt.

Das Kniegelenk wird von einer Elektronik überwacht, die den Widerstand ständig so einstellt, dass der Unterschenkel optimal schwingt und das Fußsystem ist in der Lage, Energie zu speichern und wieder abzugeben. Die Verkleidung der Prothesen ist entweder aus Schaumstoff oder einer teiltransparenten Kunststoffhülle.

Alle zwei Jahre trifft sich in Deutschland die weltweite Kompetenz der Orthopädie- und Rehatechnik. Die Innovationssprünge, so der Autor, seinen beeindruckend. In Zukunft wird der beinamputierte Mensch wahrscheinlich osseointegrierte Prothesen tragen, welche direkt am knöchernen Ende des Stumpfes über einen Verbindungsstift befestigt werden.

Die zukünftigen Prothesen werden aktive Elemente enthalten, die Fuß und Unterschenkel selbstständig antreiben. Über Neuroimplantate können die zuständigen Nerven des Patienten die Prothese steuern sowie Rückmeldung über ihren Zustand geben.

Gegenwärtig wird zudem daran geforscht, mittels Biotechnik komplexe organische Teile nachwachsen zu lassen und am Menschen zu befestigen, so dass alle verloren gegangenen Fähigkeiten wiederhergestellt werden können.

Die Forschungen auf diesem Gebiet seien zwar noch lange nicht abgeschlossen, doch die Anstrengungen der Forschung auf dem Gebiet der Prothetik sollen den beinamputierten Menschen von heute Hoffnung machen, dass die Entwicklung vorangehe.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Beinprothesen | REHADAT-Hilfsmittel




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Magazin RehaTreff
Homepage: http://rehatreff.de/rehatreff

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0173/0014


Informationsstand: 27.10.2009

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